Wechsel an Ruag-Spitze: Oliver Müller übergibt an Patrick Fetzer
Patrick Fetzer wird neuer CEO des bundeseigenen Rüstungskonzerns Ruag. Er übernimmt die Leitung per 1. Januar 2027 von Oliver Müller, der die Funktion seit März interimistisch innehatte und das Unternehmen verlässt. Auf Fetzer warten grosse operative Baustellen und die Altlasten mehrerer Skandale.

Die Ernennung von Patrick Fetzer reiht sich ein in eine Serie kurzfristiger Leitungswechsel bei der Ruag: Vor Interimsleiter Oliver Müller hatten Brigitte Beck, das Interimsduo Thomas Kipfer/Christian Priller sowie Ralf Müller – der im März 2026 nach einem Skiunfall zurücktrat – das Unternehmen geführt.
Der amtierende CEO ad interim, Oliver Müller, wird nach einer Übergabe an Patrick Fetzer in die Privatwirtschaft wechseln. Mit Fetzer konnte die Ruag eine «international erfahrene und hochkompetente Führungspersönlichkeit» verpflichten, wie Verwaltungsratspräsident Jürg Rötheli am Mittwoch mitteilte.
Aktuell arbeitet Fetzer für den Logistikautomations-Spezialisten Swisslog. In seiner neuen Rolle als Ruag-CEO will Fetzer zuerst das Vertrauen innerhalb des Unternehmens, zu Kunden und Stakeholdern stärken. Dafür seien verbindliche Zusagen und verlässliche Lieferungen zentral, so der zukünftige Unternehmenschef.
Die Ernennung Fetzers folgt auf eine Serie von Negativschlagzeilen: Im September 2025 musste die Ruag über zehn Millionen Franken an eine Anwaltskanzlei bezahlen, um mutmassliche betrügerische Verkäufe aufzuklären. Auch bei der Beschaffung von Aufklärungsdrohnen wurden Unregelmässigkeiten festgestellt. Zudem kam es bei der Erneuerung der Armee-Telekommunikation zu massiven Verzögerungen.










