Velo-Verkäufe in der Schweiz normalisieren sich nach Coronaboom
Der Schweizer Fahrradmarkt normalisiert sich nach den Boomjahren während der Coronapandemie. Insgesamt wurden 2025 rund 316'050 Fahrräder und E-Bikes an den Handel ausgeliefert. Das ist ein Minus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Rückgänge betreffen vor allem Alltagsvelos, wie die am Donnerstag veröffentlichte Jahresauswertung des Branchenverbandes Velosuisse zeigt. In diesem Segment seien die Lagerbestände nach wie vor hoch: «Der Fachhandel baut zuerst seine Bestände ab, bevor neue Fahrzeuge nachbestellt werden», hiess es. Dennoch sei der Rückgang deutlich geringer als im Vergleichsjahr 2024, was auf eine stabile Nachfrage und anhaltende Lust am Velofahren hindeute.
Ganz anders zeigt sich das Bild bei sportlichen Fahrrädern: Gravelbikes liegen weiter im Trend. Die Verkäufe von E-Gravelbikes haben sich auf 2162 Stück mehr als verdoppelt, motorlose Varianten legten um ein Drittel auf 21'702 Stück zu. Auch Rennvelos verzeichneten ein Plus von knapp 9 Prozent auf 17'524 Stück.
«Da der Bereich der Sportfahrräder im Fachhandel deutlich hochpreisiger ist als das Segment der Alltagsvelos, konnte ein Teil der Umsatzrückgänge wettgemacht werden», lässt sich Velosuisse-Präsidentin Nathalie Schneitter in der Mitteilung zitieren.
Nach den starken Zuwächsen während der Coronajahre 2020 bis 2022 befindet sich die Branche seit 2023 in einer Konsolidierungsphase. Marktsättigung und geopolitische Unsicherheiten hatten die Kauflaune gebremst, und die hohen Lagerbestände aus den Nachlieferungen der Pandemiejahre konnten zunächst nicht vollständig abgebaut werden. Die aktuellen Zahlen deuten laut Velosuisse jedoch darauf hin, dass die Talsohle nun erreicht sei.






