Der Vakuumventil-Hersteller VAT hat im dritten Quartal 2021 erneut Rekordwerte geschrieben. Umsatz und Auftragseingang klettern stetig und ein Ende des Booms ist zum Jahresende hin nicht absehbar.
Der Vakuumventil-Hersteller VAT hat im grossen Stil weitere Aufträge dazugewonnen. Während der Auftragseingang im dritten Quartal um 18 Prozent in die Höhe geklettert ist, nahm der Umsatz um gut 2 Prozent zu.(Archivbild)
Der Vakuumventil-Hersteller VAT hat im grossen Stil weitere Aufträge dazugewonnen. Während der Auftragseingang im dritten Quartal um 18 Prozent in die Höhe geklettert ist, nahm der Umsatz um gut 2 Prozent zu.(Archivbild) - sda - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Das Wichtigste in Kürze

  • Getrieben von einem hohen Auftragsbestand setzten die Ostschweizer von Juli bis September 229,4 Millionen Franken um, das sind 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Auftragseingang kletterte laut einem Communiqué vom Freitag gar um 17,8 Prozent auf 298,7 Millionen. Analysten hatten einen viel tieferen Auftragseingang erwartet.

Das sogenannte «Book-to-bill-Verhältnis» stand Ende September bei 1,3. Das heisst, pro umgesetztem Franken kamen Neuaufträge im Wert von 1,3 Franken rein. Bei VAT türmt sich mittlerweile ein Auftragsbestand von 284 Millionen Franken.

Treiber des Wachstums bei VAT ist und bleibt der globale Halbleitersektor, der grösste Endmarkt des Unternehmens. Der Markt ist zuletzt weiter gewachsen. Und getrieben von der weltweiten Knappheit an Halbleiterchips und technologischen Fortschritten investierten die Hersteller weiterhin stark in neue Produktionsanlagen.

Die Investitionen der Kunden lägen auf einem «noch nie dagewesenen Niveau», erklärte VAT. Auch die Nachfrage nach Dienstleistungen liege auf einem Rekordniveau. Das Unternehmen haben auch Marktanteile gewonnen.

Nur die Nachfrage im Geschäftsbereich Display & Solar war laut VAT weiterhin gedämpft. Die jüngsten Auftragseingänge würden jedoch darauf hindeuten, dass auch hier die Talsohle erreicht sein könnte.

Durch Entwicklungen in der Pandemie wie das Arbeiten im Homeoffice und verstärktem Onlinehandel wurden Megatrends wie das Internet der Dinge, Cloud Computing und künstliche Intelligenz zusätzlich beschleunigt, schreibt VAT. Die Aussichten für den Halbleitermarkt blieben bis weit ins Jahr 2022 positiv.

Vor diesem Hintergrund rechnet VAT im Jahr 2021 mit einem Umsatz in der Grössenordnung von 885 bis 895 Millionen Franken. Die EBITDA-Marge werde voraussichtlich über dem Halbjahresniveau von 33,9 Prozent liegen und der Nettogewinn wird werde deutlich höher ausfallen als 2020 (133,5 Millionen).

Für das letzte Quartal 2021 kalkuliert VAT dabei mit einem Umsatz von 240 Millionen bis 250 Millionen Franken.

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