Trump verhängt Einfuhrverbote für einige kanadische Waren

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    Im Zollstreit zwischen den USA und Kanada hat die Regierung in Washington Einfuhrverbote für bestimmte Produkte aus dem Nachbarland angekündigt.

    Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump hat Einfuhrverbote für bestimmte Produkte aus dem Nachbarland Kanada angekündigt. (Archivbild)
    Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump hat Einfuhrverbote für bestimmte Produkte aus dem Nachbarland Kanada angekündigt. (Archivbild) - Keystone/Pool Reuters/SUZANNE PLUNKETT

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die USA kündigen Einfuhrverbote für zahlreiche kanadische Waren an.
    • Es gehe um einen Warenwert im einstelligen Milliardenbereich.
    • Die USA und Kanada befinden sich in einem immer weiter eskalierenden Zollstreit.

    Donald Trump eskaliert den Zollstreit der USA mit Nachbar Kanada weiter: Er kündigt Einfuhrverbote für einige kanadische Produkte an.

    Einige Molkereiprodukte, alkoholische Getränke und Motorräder sollen ab dem 29. September nicht mehr in die Vereinigten Staaten eingeführt werden dürfen, wie aus Dekreten des US-Präsidenten hervorging.

    Es gehe dabei um einen Warenwert im einstelligen Milliarden-Dollar-Bereich, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter.

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    Donald Trump und Mark Carney streiten. - keysdtone

    Mit den neuen Massnahmen erhöht Washington den Druck, um Ottawa in dem schwelenden Zollstreit zum Einlenken zu bewegen.

    Wie aus Dokumenten des Weissen Hauses hervorgeht, geht es unter anderem um Motorräder und Mopeds sowie bestimmte Weine, Biere, Wodka und Schnäpse. Betroffen sind auch einige Molkereiprodukte wie etwa Molkenprotein, das beim Aufbau von Muskeln unterstützen kann.

    Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump zudem das Beschaffungswesen von US-Behörden angewiesen, künftig keine kanadischen Produkte mehr zu beziehen.

    Zuvor war Zollstreit eskaliert

    In der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) waren kanadische Gegenzölle auf US-Importe in Kraft getreten. Betroffen sind Produkte aus den Bereichen Stahl und Aluminium, Haushaltsgeräte, landwirtschaftliche Ausrüstung, Zellstoff und Papier sowie Elektronik.

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    Die Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada liefen zuvor nicht gut. - keystone

    Dabei geht es um bis zu 50 Prozent, die auf US-Einfuhren aufgeschlagen werden. Kanadischen Angaben nach geht es um Waren im Wert von 27,6 Milliarden kanadische Dollar.

    Die Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada waren zuvor gescheitert. Die USA hatten danach im August Zölle von bis zu 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar verhängt. Darunter etwa Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein.

    US-Beamter: Trump hält an Auto-Zöllen ab 1. Januar fest

    Trump hat zudem heftige Zölle in Höhe von 50 Prozent auf Autos, grosse und kleine Lastwagen, Autoteile und Stahl ab dem 1. Januar 2027 angedroht, sollten beide Seiten nicht zu einem Deal zusammenfinden.

    Zumindest mit Blick auf den Autosektor habe sich die Position des Präsidenten trotz der jüngsten Importverbote nicht geändert, verlautete aus dem Weissen Haus.

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    Trump benannte aus Ärger den Grenzsee Lake Ontario in «Lake America» um. (Archivbild) - keystone

    Eine solche Massnahme würde den Autohandel zwischen beiden Nationen tiefgreifend belasten: 85 Prozent aller aus Kanada exportierten Autos gingen 2024 in die Vereinigten Staaten. Trump begründet seine Zölle unter anderem damit, dass Kanada die Vereinigten Staaten seit Jahren «ausbeute».

    Er behauptete, dass sein Land nicht auf den Handel mit dem Nachbarn angewiesen sei. Dabei ist Kanada laut US-Daten derzeit der zweitgrösste Handelspartner der USA.

    Zugleich hiess es am Dienstag, dass US-Vertreter in den vergangenen Tagen weiter mit dem kanadischen Handelsminister Dominic LeBlanc im Gespräch gewesen seien. «Ich glaube, dass es auf kanadischer Seite Interesse daran gibt, einen alternativen Weg zu finden, und wie immer bleiben wir offen dafür», betonte der US-Beamte.

    Im Zollzwist kam Trump auch noch auf andere Ideen

    Aus Ärger über den unnachgiebigen Nachbarn hatte Trump auch die Umbenennung des Grenzsees Lake Ontario in «Lake America» verfügt. Er begründete den Schritt zu Beginn damit, dass die USA «nicht mehr damit rechnen, nennenswerte Geschäfte mit Ontario zu tätigen», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social über Kanadas bevölkerungsreichste Provinz, die wirtschaftlich eng mit den USA verflochten ist..

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    Kommentare

    User #5934 (nicht angemeldet)

    Jeder Konsument hat die Wahl ob er Güter aus gewissen Ländern kaufen will. Von gewissen Ländern kaufe ich schon lange nichts mehr, denn es gibt für alles eine Alternative.

    User #5934 (nicht angemeldet)

    Milchprodukte haben die Kanadier selber genug, statt Amerikanische Whiskey trinken sie halt ihren Alk, Motorräder kann man auch später ausliefern. Trump schadet mit seiner Lächerlickeit seiner Bevölkerung.

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