Die USA haben eine Handelsplattform für Kryptowährungen wegen mutmasslicher Verbindungen zu Cyberkriminellen mit Sanktionen belegt.
Bitcoin-Münzen
Bitcoin-Münzen - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Plattform soll Verbindungen zu Cyberkriminellen haben.

Wie das US-Finanzministerium am Dienstag mitteilte, handelt es sich um die in Tschechien angesiedelte digitale Plattform SUEX. Das Ministerium sperrte demnach deren Vermögen in US-Zuständigkeit und untersagte sowohl Bürgerinnen und Bürgern des Landes die Nutzung von SUEX als auch US-Unternehmen den Handel mit der Plattform. Andernfalls drohten Sanktionen.

Einige Handelsplätze für virtuelle Währung würden von «hinterhältigen Akteuren ausgenutzt», andere jedoch «erleichtern illegale Aktivitäten zu ihren eigenen illegalen Vorteilen», erklärte das Ministerium. Letzteres sei der Fall bei SUEX. 40 Prozent der Transaktionen dieser Plattform hätten Verbindungen zu «illegalen Akteuren» gehabt, führte das Ressort aus, äusserte sich aber nicht zu konkreten Hackerangriffen oder Datenabflüssen.

In der Vergangenheit hatte es eine Reihe von Cyberattacken auf US-Ziele gegeben, unter anderem auf das Softwareunternehmen Microsoft, eine grosse Pipeline sowie die Software-Firma Kaseya. Bei Angriffen mit Ransomware sperren oder verschlüsseln Hacker die Computersysteme ihrer Opfer, um von den Nutzern Geld für die Freigabe ihrer Daten zu erpressen.

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