US-Grossbank J.P. Morgan wegen «Cum-Ex»-Geschäften durchsucht

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Im «Cum Ex»-Steuerskandal ist in Frankfurt (D) erneut eine Bank durchsucht worden. Das teilte eine Sprecherin des US-Instituts J.P. Morgan mit.

    JPMorgan Chase apple
    Der Deal mit Apple stärkt die Position von JPMorgan Chase im US-Kreditkartenmarkt. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im «Cum-Ex»-Steuerskandal kam es erneut zu einer Razzia bei einer Bank.
    • Das teilte das US-Finanzinstitut J.P. Morgan am Mittwoch mit.
    • Betroffen war eine Bank in Frankfurt (D).

    Im milliardenschweren «Cum-Ex»-Steuerskandal hat es erneut eine Razzia bei einer Bank in Frankfurt gegeben. Eine Sprecherin des US-Instituts J.P. Morgan teilte am Mittwoch mit, dass Ermittler diese Woche Büros des Geldhauses am Finanzplatz aufgesucht haben. Man kooperiere weiter mit den deutschen Behörden, hiess es. Nähere Angaben machte sie nicht. Zuvor hatte die Finanzagentur Bloomberg berichtet.

    Die Staatsanwaltschaft Köln teilte mit, sie vollstrecke seit Dienstag Durchsuchungsbeschlüsse gegen eine Bank in Frankfurt. Ebenfalls durchsucht würden mehrere Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Zusammenhang mit «Cum-Ex»-Verfahren. Den Namen der durchsuchten Bank nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

    Viele Banken in Skandal verstrickt

    In den «Cum-Ex»-Skandal sind viele Banken verstrickt. Dabei nutzten Investoren eine Gesetzeslücke, um den Fiskus über Jahre um Steuern zu prellen.

    Dabei schoben Banken und andere Investoren rund um den Dividendenstichtag Aktien mit («cum») und ohne («ex») Ausschüttungsanspruch hin und her. Am Ende erstatteten Finanzämter Kapitalertragsteuern, die gar nicht gezahlt worden waren. Dem Staat entstand geschätzt ein zweistelliger Milliardenschaden. 2012 wurde das Steuerschlupfloch geschlossen.

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