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    UBS wehrt sich in Positionspapier gegen zu strenge Kapitalregeln

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Grossbank UBS hat sich im Streit um die künftige Bankenregulierung erneut zu Wort gemeldet. In einem am Montagabend veröffentlichten Positionspapier warnt die Grossbank vor zu hohen Kapitalanforderungen und wirbt für den Vorschlag der zuständigen Ständeratskommission.

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    Eine Zürcher UBS-Filiale. - keystone

    Ziel der Publikation sei es, zu den diskutierten Regulierungsvorschlägen «Fakten klarzustellen, bevor die parlamentarischen Beratungen weitergeführt» würden, erklärte die Bank.

    Die UBS bekräftigte ihre Ansicht, dass die Kosten einer aus ihrer Sicht zu weit gehenden Regulierung der Schweizer Wirtschaft schaden würden. Wenn es um die Kapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften gehe, sei eine 90-Prozent-Unterlegung mit hartem Kernkapital kein Kompromiss zum Bundesratsvorschlag, bei welchem 100 Prozent an Unterlegung gefordert werden. Dies würde der Wettbewerbsfähigkeit der UBS nachhaltig schaden.

    Demgegenüber schütze das sogenannte 50/50-Modell der Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK-S) die Steuerzahlenden genauso gut wie der Vorschlag des Bundesrats. Stabilisierende Massnahmen würden damit im Krisenfall deutlich früher ausgelöst. Zudem sei das Modell kosteneffizienter, so die UBS.

    Die WAK-S will, dass die UBS ihre Auslandstöchter im Stammhaus zu mindestens 50 Prozent mit CET1-Kapital und bis zu 50 Prozent mit AT1-Anleihen unterlegen kann. Der Bundesrat verlangt eine vollständige CET1-Unterlegung. Heute müssen die Auslandstöchter zu 45 Prozent mit CET1 und zu 17 Prozent mit AT1-Anleihen unterlegt werden.

    Der Einsatz von AT1-Anleihen sei bereits heute ein etablierter Bestandteil des regulatorischen Rahmens in der Schweiz und international, hiess es weiter. Mit AT1-Anleihen könne im Krisenfall auf einen Schlag hartes Kernkapital (CET1) geschaffen werden. Sie seien damit ein sehr wirksames Frühinterventionsinstrument.

    Der Ständerat hatte die Vorlage am vergangenen Donnerstag erstmals beraten, die Debatte nach mehr als drei Stunden aber aus Zeitgründen unterbrochen. Sie soll am kommenden Mittwoch fortgesetzt werden. Dann nimmt zunächst Finanzministerin Karin Keller-Sutter Stellung, bevor über die verschiedenen Anträge abgestimmt wird.

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