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    UBS muss wegen Kapitalregeln mit 9 Prozent weniger Gewinn rechnen

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Zürich,

    Der Ständerat verschärft die Kapitalvorgaben. Laut RBC-Analysten würde der Gewinn pro Aktie der UBS um 9 Prozent sinken.

    UBS
    Die UBS soll ihre Auslandstöchter härter absichern. Nach Schätzung von RBC-Analysten sinkt der Gewinn pro Aktie um 9 Prozent. - keystone

    Die neuen Kapitalregeln würden den Gewinn pro Aktie der UBS um 9 Prozent schmälern, schätzen RBC-Analysten laut «Cash». Die Schätzung setzt laut den Analysten voraus, dass die Bank ihr Volumen an ausstehenden AT1-Anleihen verringert.

    Mit 29 zu 16 Stimmen verlangt der Ständerat 90 Prozent hartes Eigenkapital für die Auslandstöchter der UBS, berichtet «SRF». Für die Bank bedeutet der Entscheid eine Verdoppelung der heutigen Kernkapital-Anforderung, erklärt Manuela Siegert, Wirtschaftsredaktorin bei «SRF».

    Findest du es richtig, dass die UBS ihre Auslandstöchter mit 90 Prozent hartem Eigenkapital absichern muss?

    Heute gelten für die Auslandstöchter 45 Prozent hartes Kernkapital, so «finanzen.net». Hinzu kommen 17 Prozent AT1-Anleihen.

    UBS wehrt sich gegen die Verschärfung

    Der Bundesrat hatte ursprünglich eine hundertprozentige Absicherung mit hartem Kernkapital (CET1) vorgesehen, hält «Cash» fest. Die Bank warnt vor Nachteilen im Wettbewerb und beziffert den zusätzlichen Kapitalbedarf auf rund 16 Milliarden Dollar (13,3 Milliarden Franken).

    Laut «SRF» erklärt die UBS, das Ergebnis sei kein Kompromiss und gehe nicht auf die Ursachen der CS-Krise ein. Konzernchef Sergio Ermotti kämpft seit Monaten persönlich gegen den Vorschlag, am Dienstag sagte er am Swiss Finance Forum: «Es ist nicht respektvoll, so über uns zu reden.»

    Laut «SRF» kann die UBS den Kapitalaufbau stemmen, etwa indem sie Gewinne einbehält, Aktien ausgibt oder Töchter verkleinert. Sie verdiente im ersten Halbjahr 2026 nochmals 5,8 Milliarden Dollar (48 Milliarden Franken). Der Gewinn lag im Vorjahr bei 7,8 Milliarden (6,5 Milliarden Franken).

    Wie es weitergeht

    Als Nächstes berät eine Nationalratskommission die Vorlage. Dort werden Debatte und Abstimmung laut «Cash» im Oktober und November erwartet.

    Ermotti UBS
    Die UBS soll ihre Auslandstöchter mit 90 Prozent Kernkapital absichern. Sergio Ermotti wehrt sich seit Monaten gegen die Verschärfung. - keystone

    Der gesamte Nationalrat berät die Reform voraussichtlich in der Wintersession vom 30. November bis zum 18. Dezember.

    Falls ein Referendum ergriffen wird, könnte es laut «SRF» zudem zu einer Volksabstimmung kommen. Bis die UBS neue Regeln erfüllen müsste, könnten einige Monate bis mehrere Jahre vergehen.

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