UBS auf 18-Jahrehoch vor Kapitalentscheid
UBS erreicht ein neues 18-Jahrehoch, während die Ständeratskommission über strengere Kapitalregeln berät.

Die UBS-Aktie beendete die vergangene Börsenwoche mit einem Plus von 4,8 Prozent. Bei 44,53 Franken erreichte der Titel den höchsten Stand seit März 2008, berichtet die «Cash».
Am Montag geriet die Aktie dagegen leicht unter Druck und notierte mittags bei 44,37 Franken. Damit zählte die UBS-Aktie laut «finanzen.ch» zu den schwächsten Titeln im SMI
Im Zentrum steht die Beratung der Wirtschaftskommission des Ständerats zu den künftigen Eigenkapitalregeln. Der Bundesrat verlangt, dass die ausländischen Tochtergesellschaften der UBS vollständig mit Eigenmitteln unterlegt werden.
UBS: Ständeratskommission erwägt deutlich mildere Kapitalvorgaben
Bei dieser Variante müsste die Grossbank rund 20 Milliarden Dollar zusätzliches hartes Eigenkapital aufbauen. Das sogenannte CET1 umfasst im Wesentlichen Aktienkapital und einbehaltene Gewinne und dient als Sicherheits- und Krisenpuffer.
Die «FuW» berichtet unter Berufung auf Insider von einem möglichen deutlich milderen Gegenvorschlag. Besonders gute Chancen soll demnach eine Variante mit einer CET1-Unterlegung von 50 Prozent haben.
Weitere diskutierte Modelle sehen Quoten von 75 oder 80 Prozent vor. Die Differenz zur vollständigen Kapitalisierung könnte voraussichtlich mit günstigeren AT1-Anleihen ausgeglichen werden.
AT1-Anleihen im Zentrum des Streits um UBS-Kapitalvorgaben
AT1-Anleihen bilden eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital. Der «Cash» zufolge können diese Instrumente bei einer Unterschreitung bestimmter Schwellenwerte abgeschrieben werden.
Der Bundesrat lehnt eine Anrechnung solcher Instrumente ab. Hintergrund ist die Abschreibung von AT1-Anleihen der Credit Suisse über 16 Milliarden Dollar im März 2023.
Die strengere Kapitalvariante wäre für die UBS kostspieliger. Zusätzlich gebundene Mittel stünden dadurch nicht für Dividenden oder Aktienrückkäufe zur Verfügung.
UBS-Aktie nahe Jahreshoch – Kapitalentscheid zieht sich hin
Unterdessen blieb die Aktie trotz der politischen Debatte nahe ihrem Jahreshoch. Am 28. August erreichte die UBS-Aktie laut «finanzen.ch» ein Jahreshoch von 44,53 Franken.
Die Ständeratskommission will ihren Vorschlag anschliessend der kleinen Kammer vorlegen. Der «FuW» zufolge soll der Ständerat das Thema im September beraten, bevor sich der Nationalrat damit befasst.

Mit endgültigen Kapitalregeln wird frühestens Ende 2026 gerechnet. Der politische Prozess könnte sich demnach jedoch bis ins kommende Jahr hinziehen.











