Stadt Zürich

Wenig Beschwerden wegen «Mediterranen Nächten» in Zürich

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Die «Mediterranen Nächte» in der Stadt Zürich haben sich diesen Sommer grosser Beliebtheit erfreut. Das Beschwerdetelefon für Anwohner blieb die meiste Zeit stumm. Auch die Stadtpolizei verzeichnete wenig Lärmklagen wegen der teilnehmenden Lokale.

In Frau Gerolds Garten blieben die Gäste während der Mediterranen Nächte gerne auch nach Mitternacht noch sitzen. (Archivbild)
In Frau Gerolds Garten blieben die Gäste während der Mediterranen Nächte gerne auch nach Mitternacht noch sitzen. (Archivbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

«Der ausserordentliche Sommer hat gezeigt, dass die Möglichkeit, draussen zu sitzen, ein grosses Bedürfnis bei den Gästen ist», sagte Alexander Bücheli von der Bar- und Clubkommission Zürich (BCK) auf Anfrage von Keystone-SDA. Die sechs Wochenenden, an denen Aussenflächen von Restaurants und Bars der Stadt Zürich bis zwei Uhr offen haben durften, seien rege genutzt worden.

«Die Rückmeldungen von den Bars und Restaurants waren sehr positiv», sagte Bücheli. Genaue Zahlen erhebe die Bar- und Clubkommission zu den Mediterranen Nächten keine.

Lärmbeschwerden von Anwohnern seien nur wenige eingegangen. Die eigens eingerichtete Hotline, die während der mediterranen Nächte von 23 bis 3 Uhr besetzt ist, wurde insgesamt neunmal angerufen. Meist konnten nach den Beschwerdetelefonaten die Gastrobetriebe direkt kontaktiert und das Problem schnell gelöst werden.

Wie die Stadtpolizei Zürich auf Anfrage schreibt, wurden in diesem Jahr drei bei ihr eingegangene Lärmklagen in direktem Zusammenhang mit den Mediterranen Nächten gewertet, im Vorjahr waren es zwei. Generell hätten die Lärmklagen in diesem heissen Sommer in Zusammenhang mit Veranstaltungen und Gastronomie aber tendenziell zugenommen.

20 neue Teilnehmer

Insgesamt nahmen in diesem Jahr 80 Bars und Restaurants an den Mediterranen Nächten teil und liessen an sechs Wochenenden im Juli und August ihre Terrassen und Boulevardflächen teilweise bis 2 Uhr nachts offen. Das sind rund 20 mehr als noch im vergangenen Jahr. In früheren Ausgaben nahmen aber auch schon 120 Lokale teil.

Die Bar- und Clubkommission merke, dass sich die Mediterranen Nächte für Restaurants, aufgrund der hohen Personalkosten, finanziell nur mässig lohnten. Doch auch in den Restaurants blieben die Gäste bei schönem Wetter gerne mal länger sitzen, somit handle es sich zumindest um einen Service für den Gast, sagte Bücheli.

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