Tierschützer erheben Einsprache gegen Lachsfarm in Mollis GL

Keystone-SDA Regional
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Glarus,

Die Tierschutzorganisation Fair-Fish hat Einsprache gegen die geplante Lachsfarm in Mollis GL erhoben. Dort will die Firma Swiss Blue Salmon für 180 Millionen Franken eine Fischzucht realisieren.

2500 Tonnen Lachs sollen in einer Fischzucht in Mollis GL künftig produziert werden. Tierschützen sehen darin eine Massentierhaltung. (Symbolbild)
2500 Tonnen Lachs sollen in einer Fischzucht in Mollis GL künftig produziert werden. Tierschützen sehen darin eine Massentierhaltung. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA/DANIEL BOCKWOLDT

Die Gemeinde Glarus Nord, zu der Mollis gehört, bestätigte gegenüber Keystone-SDA den Eingang der Einsprache. Zuerst berichtete «20 Minuten» darüber. In der geplanten Anlage sollen zu Spitzenzeiten bis zu 1,5 Millionen Tiere gemästet werden, schrieb Fair-Fish auf Facebook. Das sei pure Massentierhaltung.

In solchen Anlagen komme es immer wieder zu massenhaftem Fischsterben aufgrund von Störungen oder menschlichem Versagen. Die Lachse hätten in solchen Zuchtbetrieben sehr wenig Platz und würden unter Stress und Langeweile leiden.

Die Firma Swiss Blue Salmon wolle nun das Gespräch mit der Tierschutzorganisation suchen, berichtete das Regionaljournal Ostschweiz von SRF am Montag.

Bereits in einer früheren Mitteilung strichen die Projektverantwortlichen die Vorteile des Projekts heraus. Mit den geplanten Anlagen könnten mehr als zehn Prozent des aus dem Ausland importierten Lachses durch lokal produzierten Fisch ersetzen werden.

Sie sprachen ausserdem von einer deutlich tier- und umweltfreundlicheren Lachsproduktion als etwa in den entsprechenden Industrien in Norwegen und Kanada, wo die Zucht in Netzkäfigen im Meer bei Umweltorganisationen in Verruf geraten ist.

50 Arbeitsplätze sollen am Standort zwischen der Bahnlinie beim ehemaligen Bahnhof Weesen SG und der Autobahn entstehen. In zwei grossen Industriebauten würden unter anderem die Fischzucht sowie die Fischverarbeitung untergebracht, ist dem Baugesuch zu entnehmen.

Die Fische der geplanten Lachszucht sollen in einer geschlossenen Kreislaufanlage während rund zwei Jahren aufgezogen werden. Dies sei gemäss Swiss Blue Salmon ohne Einsatz von Antibiotika möglich.

Kommentare

User #4501 (nicht angemeldet)

Die Zuchtlachse würden das Schweizer Bürgerrecht wählen, wenn sie gefragt werden. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf die Lachsbrötchen am kommenden Freitag. Das meint der "Bodenseehecht"

User #5547 (nicht angemeldet)

Ja wenn das so ist, dann dürfen die ja nicht anfangen, Insekten für uns zu züchten! Wenn 1,5 Mio. Individuen als Massentierhaltung gelten, also ich nehme an bei diesen Insekten redet man von Dutzenden oder gar Hunderten Millionen Individuen.

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