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    Swisscom-Chef: Schweizer Lösungen stehen wieder mehr im Vordergrund

    Die Swisscom ist mit ihrem Geschäft in der Schweiz und Italien von den geopolitischen Spannungen zwar «eher am Rande tangiert». Dennoch sei der Schweizer Telekomkonzern betroffen, wenn Lieferketten gestört seien, sagte Swisscom-Chef Christoph Aeschlimann.

    Die Swisscom ist mit ihrem Geschäft in der Schweiz und Italien von den geopolitischen Spannungen zwar «eher am Rande tangiert». Dennoch sei der Schweizer Telekomkonzern betroffen, wenn...
    Die Swisscom ist mit ihrem Geschäft in der Schweiz und Italien von den geopolitischen Spannungen zwar «eher am Rande tangiert». Dennoch sei der Schweizer Telekomkonzern betroffen, wenn... - KEYSTONE/CLAUDIO THOMA

    Und bei den Kunden steige auch die Verunsicherung: «Gerade im Geschäftskundenumfeld zögern viele im Moment mit Investitionen, weil sie nicht wissen, wie sich die ganze Lage weiterentwickelt», sagte Aeschlimann im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP am Rande des «Swiss Economic Forum» (SEF).

    Dennoch sieht das Unternehmen die grössten Chancen im IT-Geschäft. Dort verfolge die Swisscom drei Themen: souveräne Cloud-Dienste, Cybersecurity und das Thema KI, wo sie viele Dienstleistungen sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden bereitstelle.

    «Die Nachfrage in diesem Bereich nimmt zu», sagte Aeschlimann. «Die geopolitischen Unsicherheiten haben dazu geführt, dass europäische oder Schweizer Lösungen wieder mehr im Vordergrund stehen und nicht mehr praktisch alles auf amerikanische Plattformen fliesst. Das ist gut für uns.»

    Derweil rechnet der Swisscom-Chef mit keiner schnellen Entspannung im Hardware-Bereich angesichts des Chip-Mangels. «Der Verkauf von Geräten ist im Moment stabil oder leicht rückläufig», sagte er. Die tieferen Mengen an verfügbaren Handys und Tablets würden aber andererseits zu einem gewissen Grad durch steigende Preise kompensiert.

    «Wir werden sehen, wie sich das weiterentwickelt. Aber wir gehen nicht davon aus, dass es eine rasche Entspannung gibt.» So habe etwa Apple bestimmte Modelle sogar aus dem Sortiment genommen, weil sich die Chip-Hersteller jetzt auf die hochwertigen Produkte fokussieren würden. Das hat weniger verfügbare Modelle im Smartphone-Markt zur Folge. «Insgesamt gibt es aber nach wie vor genug Handys.»

    Gründe für den weltweiten Chip-Mangel sind unter anderem der historische Boom von Rechenzentren für KI sowie Lieferengpässe wegen geopolitischer Handelskonflikte. In der Folge verlängert sich die Produktion, und die Preise schiessen in die Höhe.

    Insgesamt – auch neben den Kosten für Speicherchips – sei der Telekomkonzern mit steigenden Kosten in vielen Bereichen konfrontiert. Aeschlimann nannte die Energiekosten sowie die laufend steigenden Anforderungen der Kunden und Kundinnen an die Netze. «Wir müssen investieren, damit wir weiterhin das beste Netz zur Verfügung stellen können, und deshalb haben wir auch teilweise die Preise moderat erhöht.»

    Kommentare

    User #4683 (nicht angemeldet)

    Die Schweiz hat keine Lösungen! Die beobachte im allerbesten Fall.

    User #6421 (nicht angemeldet)

    Sorry Swisscom Chef, es sieht nicht danach aus. Sie als z.T. Staatsbetrieb und Kommunikationsfirma haben E-Mail Möglichkeit, wollen Kündigungen nur per Telefon, gar nicht Usus in der Schweiz. Den Kundensupport habt ihr ins Ausland verlagert. Da sehe ich nicht mehr Swissness. Ein Punkt ist auch das Roaming. Das sollte wie bei den anderen im Euroraum frei sein. Nein, sie schlagen erst noch die Mobile Abos auf. Ich als früherer Telekom bin enttäuscht.

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