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Swatch kritisiert Studie von Morgan Stanley

Esada Kunic
Esada Kunic

Biel/Bienne,

Ein Bericht von Morgan Stanley über Marktanteilsverluste der Marke Longines sorgt für heftige Kontroverse zwischen Swatch und der US-Investmentbank.

swatch Morgan Stanley
Die Swatch Group weist einen Bericht von Morgan Stanley zu Marktanteilsverlusten scharf zurück. - keystone

Die Swatch Group hat einen Bericht von Morgan Stanley über Marktanteilsverluste scharf kritisiert. In einem offenen Brief vom 27. Februar wirft Swatch der US-Investmentbank vor, mit fragwürdigen Daten und diffamierenden Aussagen zu arbeiten.

Die Studie basiere «auf ungeeigneten und intransparenten Datenquellen», schreibt Swatch laut «Cash». Die Zahlen zu den einzelnen Marken seien «höchst ungenau».

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Morgan Stanley und das Beratungsunternehmen LuxeConsult hatten am 18. Februar ihren neunten Uhrenbericht veröffentlicht. Darin wird behauptet, dass Longines 2025 in die Verlustzone gerutscht sei und nun das grösste Sorgenkind des Konzerns darstelle.

Longines-Vorwurf sorgt für Empörung

Swatch widerspricht dieser Darstellung vehement. Longines habe 2025 tatsächlich eine Nettogewinnmarge von 16,6 Prozent erzielt, berichtet «Cash».

Der Konzern wirft der Investmentbank vor, dass die Studie mitunter sogar diffamierende und geschäftsschädigende Aussagen enthalte. Diese könnten das Vertrauen von Einzelhändlern, Kunden und Aktionären untergraben, heisst es bei «Outlook Luxe».

Laut dem Bericht ist der Marktanteil der Swatch Group seit 2019 um zehn Prozentpunkte gesunken. Für 2025 habe der Konzern den grössten Rückgang in der Branche verzeichnet, schreibt «Cash».

Methodische Mängel der Studie von Morgan Stanley

Swatch bemängelt die Methodik der Studie als fragwürdig und die Ergebnisse als unbrauchbar. Die Abweichungen bei den Umsatzzahlen der einzelnen Marken lägen zwischen -53 und +46 Prozent zur Realität, berichtet «Outlook Luxe».

Morgan Stanley
Swatch kritisiert die Methodik der Studie von Morgan Stanley als zweifelhaft und die Ergebnisse als unbrauchbar. - keystone

Anders als Morgan Stanley habe LuxeConsult mögliche Interessenkonflikte nicht offengelegt, kritisiert der Konzern.

Swatch prüft nun rechtliche Schritte gegen die Veröffentlichung. Weder Morgan Stanley noch Oliver Müller von LuxeConsult haben sich bislang zu den Vorwürfen geäussert, meldet «FashionNetwork».

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