Bevölkerungszahl erstmals seit Jahren leicht rückläufig
Die Einwohnerzahl von Lengnau ist 2025 gesunken. Trotz hoher Fluktuation erwarten die Behörden durch neue Bauprojekte in den kommenden Jahren wieder Wachstum.

Wie die Gemeinde Lengnau BE mitteilt, ist die Einwohnerzahl der Einwohnergemeinde im vergangenen Jahr trotz grosser Fluktuation seit 2004 erstmals wieder leicht gesunken. Nachdem die Gemeinde in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum verzeichnen konnte, lag die Einwohnerzahl per 31. Dezember 2025 bei 5844 Personen. Im Vergleich dazu waren es per 31. Dezember 2024 noch 5866 Einwohnerinnen und Einwohner.
Der Rückgang der Einwohnerzahl dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass im Jahr 2025 keine grösseren Neubauprojekte abgeschlossen wurden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre wieder umkehren dürfte.
Im 2025 nahm die Bevölkerung um 22 Personen ab, was einem Rückgang von rund 0,4 Prozent entspricht. Mit 490 Zuzügen und 492 Wegzügen gab es eine hohe Bevölkerungsbewegung.
Das Dorf wächst in den nächsten Jahren weiter
Neue Wohnungen mit höherem Ausbaustandard konnten in den letzten Jahren im Gemeindegebiet bezogen werden. Auch aktuell entstehen an attraktiven Wohnlagen zahlreiche neue Ein- und Mehrfamilienhäuser oder befinden sich in Planung beziehugnsweise im Bau.
Mehrfamilienhäuser an der Solothurnstrasse, Bielstrasse sowie am Rigiweg, Lerchenweg, Gummenweg und Grünweg sind bereits im Bau oder der Baustart erfolgt demnächst. Weitere Mehrfamilienhäuser sind an der Krähenbergstrasse, Pleutenenstrasse, Beundenstrasse und Emil Schiblistrasse in Planung.
Aufgrund der Neubauten, die in den Jahren 2026 und 2027 fertiggestellt werden, erwarten die Behörden in den nächsten zwei bis drei Jahren ein Wachstum auf 6000 Personen in Lengnau.
Ausländeranteil weiterhin hoch
Von den 5844 Personen, die in Lengnau leben, sind 2876 Frauen und 2968 Männer. Der Ausländeranteil liegt mit 1803 Einwohnerinnen und Einwohnern bei 30,8 Prozent (- 0,2 Prozent gegenüber Vorjahr).
Die ausländische Bevölkerung setzt sich aus insgesamt 81 Nationalitäten zusammen. Die grösste Gruppe stammt aus Italien mit 230 Personen. Es folgen Deutschland mit 178 Personen, Kosovo mit 164 Personen, Nordmazedonien mit 134 Personen und Türkei mit 117 Personen. Im vergangenen Jahr wurden 54 Geburten und 48 Todesfälle verzeichnet.






