Stadler Rail kann seinen Reingewinn im Jahr 2023 wieder steigern. Grund seien vor allem tiefere Währungsverluste im Finanzergebnis als im Vorjahr.
Stadler Rail
Der Zugbauer Stadler Rail hat im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr verdient. Bis 2026 rechnen die Ostschweizer mit starkem Wachstum. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER
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Nach dem Einbruch im Vorjahr hat der Zughersteller Stadler Rail im Jahr 2023 wieder mehr verdient. Der Reingewinn stieg auf 138,6 Millionen Franken.

Das sei der höchste Wert seit dem Börsengang, teilte Stadler am Mittwoch in einem Communiqué mit. Ein Jahr zuvor hatte das Ostschweizer Unternehmen einen Taucher auf 75,1 Millionen Franken erlitten.

Der deutliche Anstieg des Konzernergebnisses sei insbesondere auf tiefere Währungsverluste im Finanzergebnis zurückzuführen als im Vorjahr. «Zudem konnten aufgrund der hohen Liquidität deutlich höhere Zinserträge verbucht werden», schrieb Stadler. «Trotz der erheblichen Beeinträchtigungen durch die negativen Währungseffekte lagen Umsatz und EBIT auf solidem Niveau», erklärte der neue Konzernchef Markus Bernsteiner.

Der Betriebsgewinn EBIT fiel um 11 Prozent auf 183,3 Millionen Franken und die EBIT-Marge auf 5,1 Prozent nach 5,5 Prozent im Vorjahr. Ohne die negativen Währungseffekte hätte Stadler ein EBIT im Rahmen der Erwartungen erzielt, hiess es.

«Die negativen Währungseffekte von rund 25 Millionen stammen hauptsächlich aus Aufträgen, die in der Schweiz abgewickelt und in Fremdwährungen verrechnet werden. (...) In der Phase zwischen Angebotsabgabe und finaler Vertragsunterschrift, welche teilweise mehrere Jahre dauern kann, lassen sich die entsprechenden Währungsrisiken nicht in vollem Umfang absichern», erklärte der Konzern.

Der Umsatz sank dagegen um 4 Prozent auf 3,61 Milliarden Franken. Dabei hätten alleine die Währungsentwicklungen knapp 100 Millionen Franken gekostet, teilte das Unternehmen mit.

Auch der Auftragseingang knickte um ein Fünftel auf 6,8 Milliarden Franken ein, was aber immer noch das zweitbeste Ergebnis in der Firmengeschichte ist (2021: 5,6 Mrd). Dennoch erreichte der Auftragsbestand den neuen Spitzenwert von 24,4 Milliarden Franken. Damit ist das Auftragspolster um 2,4 Milliarden Franken dicker als vor zwölf Monaten.

Die Aktionäre sollen trotz dem Gewinntaucher eine unveränderte Dividende von 0,90 Franken je Aktie erhalten. Damit hat Stadler die Erwartungen der Finanzgemeinde auf allen Ebenen mit Ausnahme des Reingewinns verfehlt.

Auch im neuen Geschäftsjahr 2024 geht es nicht aufwärts. Stadler erwartet einen Umsatz von 3,5 bis 3,7 Milliarden Franken. Die EBIT-Marge soll auf einem vergleichbaren Niveau wie 2023 zu liegen kommen. Zur Bereitstellung der benötigten Kapazitäten rechnet Stadler 2024 erneut mit Investitionen von circa 200 Millionen Franken.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet Stadler Umsätze zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Franken sowie eine EBIT-Marge von circa 7 Prozent. Im 2025 erwartet Stadler zudem wiederum Investitionen in der Höhe von rund 200 Millionen Franken.

In Verbindung mit dem starken Anstieg der Anzahl Fahrzeugabnahmen peilt Stadler im Geschäftsjahr 2026 Umsätze zwischen 5,0 und 5,5 Milliarden Franken bei einer EBIT-Marge zwischen 7 und 8 Prozent sowie Investitionen von rund 200 Millionen an. An der Dividendenpolitik mit einer Ausschüttung von rund 60 Prozent des Konzernergebnisses hält Stadler fest.

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