Spritpreise werden voraussichtlich nur langsam sinken
Nach der Waffenruhe im Iran-Krieg sinken die Spritpreise nur langsam. Der Rakete-und-Feder-Effekt erklärt die verzögerte Preisbewegung.

Seit Ausbruch des Iran-Krieges explodierten die Spritpreise massiv. Wie «swissinfo.ch» berichtet, stieg Benzin um mehr als zehn Prozent.
Verbraucher mussten für Diesel etwa ein Viertel mehr bezahlen. Hauptgrund war die Blockade der Strasse von Hormus durch den Iran-Krieg.
Ein Brent-Barrel kletterte von 70 auf 120 Dollar (etwa 55,3 bzw. 95 Franken) und trieb unmittelbar alle Spritpreise nach oben. Die Schweiz importiert Treibstoffe zu grossen Teilen per Schiff über Rheinhäfen.
Waffenruhe löste schnelle Marktreaktion aus
Nach der Einigung auf eine Waffenruhe folgte sofortige Entspannung am Rohölmarkt. Wie «swissinfo.ch» weiter berichtet, fiel der Ölpreis blitzschnell.
Das Fass notierte nur Stunden später bei rund 92 Dollar (etwa 72,78 Franken). Diese schnelle Reaktion zeigt die extreme Marktsensibilität auf geopolitische Nachrichten.
Die Spritpreise liegen aber immer noch deutlich über dem Vorkrisenniveau von 70 Dollar. Marktunklarheit und Unsicherheit blieben trotzdem bestehen.
Preisrückgänge an Schweizer Tankstellen folgen mit Verzögerung
Doch an Schweizer Zapfsäulen passierte anfangs wenig Positives für Autofahrer. Der «TCS» teilte mit, dass Preisrückgänge noch nicht absehbar sind.
Entscheidend sei nicht nur der Rohölpreis, sondern langfristige Produktpreise. Neben dem Ölpreis spielen Wechselkurse, Steuern und lokaler Wettbewerb eine Rolle.

Dies zeigt das zentrale Phänomen: den Rakete-und-Feder-Effekt deutlich, wie die «Wirtschaftswoche» meldet. Kostensteigerungen schlagen oft schnell wie eine Rakete auf die Preise durch, während sie langsam wie eine Feder wieder sinken.
Experten warnen vor langsamem Rückgang der Spritpreise
Wie das «Swissinfo» erklärt, sinken Preise bei fallenden Rohölkosten dagegen nur träge. Dies ist ein strukturelles Phänomen an Energiemärkten weltweit.
Der Touring Club Schweiz (TCS) warnte: Rohölpreissenkungen allein genügen nicht. Produktpreise für Diesel und Benzin müssen über längere Zeit sinken.
Die Versorgung der Schweiz mit Treibstoffen bleibt gesichert trotz Volatilität, berichtet der «Schweizer Bauer». Im Notfall könnten Pflichtlager aktiviert werden zur Sicherung.








