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SpaceX: Elon Musk prophezeit Billionen-Umsatz

Keystone-SDA
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USA,

Elon Musk stellt für SpaceX bereits 2030 einen Jahresumsatz von einer Billion Dollar in Aussicht – die Börse reagierte mit einem Kurssturz von über 7 Prozent.

Elon Musk Steuerdaten
Space-X-Chef Elon Musk zeigt mit dem Finger nach oben. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • SpaceX erzielte im vergangenen Quartal 7,8 Mia. Umsatz bei einem Verlust von 541 Mio.
  • Musk sieht das Wachstum vor allem im KI-Geschäft, das 2,56 Mia. einbrachte.
  • Die SpaceX-Aktie fiel nachbörslich um mehr als sieben Prozent unter den Ausgabepreis.

An wagemutigen Aussagen hat es Elon Musk noch nie gefehlt: Jetzt stellt der Tech-Milliardär für seine Weltraum- und KI-Firma SpaceX die Marke von einer Billion Dollar Jahresumsatz in Aussicht. Man rechne damit nun für 2030, ein Jahr früher als zuvor, sagte Musk in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Auch bekräftigte Musk Pläne, Rechenzentren in die Umlaufbahn zu bringen und über den Satelliten-Internetdienst Starlink grossen Telekommunikations-Anbietern Konkurrenz zu machen. Die Wall Street kaufte Musk die grossen Versprechen diesmal nicht ab: Die SpaceX-Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel um mehr als sieben Prozent.

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SpaceX ist aktuell von der Billionen-Umsatzmarke meilenweit entfernt. So gab es im vergangenen Quartal Erlöse von 7,8 Milliarden Dollar – nach einem Zuwachs von 92 Prozent im Jahresvergleich. Musk zufolge soll das explosive Wachstum vor allem aus dem Geschäft mit Künstlicher Intelligenz kommen. Im vergangenen Quartal machte die KI-Sparte 2,56 Milliarden Dollar Umsatz – und investierte 15,8 Milliarden Dollar vor allem in den Ausbau von Rechenzentren.

Kein Unternehmen macht Umsatz von einer Billion

Derzeit kommt der Billionen-Marke beim Umsatz der Handels- und Cloud-Riese Amazon am nächsten, der im vergangenen Jahr Erlöse von knapp 717 Milliarden Dollar erzielte.

Aktuell ist Starlink der zentrale Geldbringer von SpaceX. Im vergangenen Quartal wuchsen die Erlöse im Jahresvergleich um fast zwei Drittel auf rund 4,3 Milliarden Dollar. Auf Musks Internet aus dem All greifen unter anderem mehr Fluggesellschaften zurück. Das operative Ergebnis legte um 80 Prozent auf rund 1,66 Milliarden Dollar zu. Die Zahl der Starlink-Kunden wuchs binnen drei Monaten von 10,3 auf 12 Millionen.

Top-Managerin Gwynne Shotwell, die für das operative Geschäft zuständig ist, zeigte sich überzeugt, dass Starlink mit neuen leistungsstärkeren Satelliten den grossen Mobilfunk-Anbietern Kunden abjagen könne. Der Dienst werde besser sein, äusserte sie sich zuversichtlich. Unter anderem könne man mit Satelliten die heutigen Bereiche ohne Mobilfunk-Internet abdecken. Das ist in einem so grossen Land wie die USA ein reales Problem.

SpaceX ist für US-Raumfahrtprogramm unverzichtbar

SpaceX wurde in den vergangenen Jahren unverzichtbar für das US-Raumfahrtprogramm. Mit der aktuellen Rakete Falcon 9 befördere man jährlich rund 2500 Tonnen Nutzlast ins All, rechnete Musk vor.

Eine zentrale Säule von Musks Zukunftsvision ist die Riesen-Rakete Starship, die aktuell noch Testflüge absolviert. Damit peile SpaceX die Marke von einer Million Tonnen jährlich und «potenziell zehn Millionen Tonnen» an, sagte er. «Wahrscheinlich» in einem Jahr werde man Starship «mindestens einmal pro Tag» starten sehen – und möglicherweise öfter. Beim Elektroautobauer Tesla, den Musk ebenfalls führt, verstrichen von ihm gesetzte Fristen oft, etwa für autonomes Fahren und neue Modelle.

Unterm Strich waren die Ausgaben für Starship und den KI-Ausbau höher als die von Starlink erwirtschafteten Gewinne. SpaceX schloss das Quartal mit einem Verlust von 541 Millionen Dollar ab, nach einem Minus von rund einer Milliarde Dollar ein Jahr zuvor.

Mit einem Rekorderlös an die Börse

SpaceX war Mitte Juni mit einem Rekorderlös von 75 Milliarden Dollar an die Börse gegangen. Mit dem Ausgabepreis von 135 Dollar gab sich Musks Unternehmen zum Debüt eine Bewertung von fast 1,8 Billionen Dollar. Das stand in krassem Kontrast zum aktuellen Geschäft – aber SpaceX rechtfertigte die Bewertung mit grossen Plänen bei Künstlicher Intelligenz.

In den ersten Wochen nach dem Börsengang stieg der Kurs – angetrieben unter anderem vom Interesse von Privatanlegern – bis auf gut 225 Dollar. Inzwischen fiel die Aktie unter den Ausgabepreis und ging am Dienstag bei rund 125 Dollar aus dem regulären US-Handel.

Elon Musk SpaceX
Der Börsenstart von SpaceX war ein riesiger Erfolg. Mittlerweile hat das Unternehmen von Elon Musk aber mächtig eingebüsst. - Keystone

Am Donnerstag läuft zudem die Haltefrist für weitere Aktien von Firmeninsidern und frühen Investoren aus, die dann in den Handel kommen könnten. Ein höheres Angebot könnte bei gleichbleibender Nachfrage zu niedrigeren Kursen führen.

Spekulationen, Musk könnte Tesla von SpaceX übernehmen lassen, waren in der Analystenkonferenz kein Thema.

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Kommentare

User #4927 (nicht angemeldet)

Ein Starlink-Abo kostet zurzeit um die 40 Euro monatlich. Die Nachfrage ist enorm. Aber gerade haben Russland und China ähnliche Programme gestartet. Er wird also Konkurrenz bekommen. Mal abwarten.

User #9073 (nicht angemeldet)

Das Zeitalter jener , die alles zu Geld machen wollen , ist leider schön länger Angebrochen .

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spusu
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