SNB sieht in Stablecoins Risiken für Finanzstabilität

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Zürich,

Die international zunehmend verbreiteten Stablecoins können laut der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Risiken für die Finanzstabilität bergen. In der Schweiz seien diese Gefahren allerdings angesichts der kleinen Volumen und der geringen Verbreitung derzeit begrenzt.

Stablecoins
Die Schweizerische Nationalbank sieht Risiken bei Stablecoins. - keystone

Die Risiken der Stablecoins sieht die SNB zum einen im Versprechen, dass sie trotz potenziell volatiler Deckung zum Nennwert eingetauscht werden können, zum anderen auch in der Verflechtung mit dem übrigen Finanzsystem, wie die Nationalbank in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Bericht zur Finanzstabilität 2026 schreibt.

Die von Privaten ausgegebenen digitalen Vermögenswerte sind typischerweise an offizielle Währungen wie den US-Dollar oder den Franken gebunden. Zentral ist laut der SNB die Unterlegung von Stablecoins: Ohne genügende Puffer könne ein «Run» auf die Digitalwährung erfolgen. Würden die Stablecoins mit sicheren und hoch liquiden Vermögenswerten unterlegt, erzielten die Herausgeber derweil niedrigere Erträge.

Die Risiken von Stablecoins könnten durch eine angemessene Regulierung gemindert werden, so die SNB. Allerdings sei die Ausgestaltung der optimalen regulatorischen Rahmenbedingungen für Stablecoins eine komplexe Aufgabe, die Abwägungen erfordert: So könne die Verringerung von Stablecoin-spezifischen Risiken Auswirkungen auf andere Teile des Finanzsystems haben.

Gerade in Krisensituationen könnten Stablecoins aber auch in direkte Konkurrenz zu Bankguthaben treten: Ein Abfliessen von Guthaben zu Stablecoins würde in solchen Situationen die Instabilität des traditionellen Bankensektors verstärken. Allerdings bestünden bereits im derzeitigen System Alternativen von Banken mit «expliziten oder impliziten» Staatsgarantien, schränkt die SNB ein.

Gefahren sieht die Nationalbank ausserdem aufgrund der grenzüberschreitenden Eigenschaften von Stablecoins bei einer unzureichenden internationalen Koordination der regulatorischen Massnahmen. So könnten Stablecoins in weniger stark regulierten Jurisdiktionen emittiert, aber in der Schweiz breit genutzt werden.

Stablecoins werden heute vor allem als Zahlungsmittel innerhalb des Krypto-Ökosystems genutzt. Da sie auf Blockchains ausgegeben werden, sind sie rund um die Uhr verfügbar und versprechen Rückverfolgbarkeit und relativ kostengünstige und schnelle Transaktionen.

Zunehmend genutzt werden Dollar-Stablecoins wie etwa der USDT des grössten Stablecoin-Anbieters Tether aber auch in Ländern mit schlechter Zahlungsinfrastruktur oder hoher Inflation.

Kommentare

User #3650 (nicht angemeldet)

Die Banken sehen ihre Boni darin bedroht, den mit Stablecoin, die bringen dem Nutzer 4-5% Zinsen. Das wollen die Bänker verhindern, die Zahlen uns lieber nur 0.25%

User #4568 (nicht angemeldet)

Verbieten und Urheber zu Garantieen bei Ausfall zwingen per Gesetz. Auch Gold-Donnie!

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