SIX ist «glücklich» mit Aquis-Übernahme und schaut sich weiter um

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Zürich,

Die Börsenbetreiberin SIX schaut sich weiterhin nach möglichen Übernahmezielen um. «Wir prüfen Akquisitionen, die uns helfen, unsere Strategie umzusetzen», sagte SIX-Chef Bjørn Sibbern am Dienstag an der online übertragenen Bilanzmedienkonferenz zum Geschäftsjahr 2025.

Der Eingang zum Gebäude der Schweizer Börse SIX in Zürich.
Der Eingang zum Gebäude der Schweizer Börse SIX in Zürich. - Keystone

Die SIX wolle mit ihren vier Geschäftsbereichen Exchanges, Security Services, Financial Information und Banking Services mit voller Kraft voranschreiten («moving forward full speed»). Er könne sich zwar nicht zu einzelnen Übernahmen äussern, für 2026 sei die Ausgangslage aber ähnlich wie im vergangenen Jahr, sagte Sibbern.

2025 habe die SIX vier Akquisitionen getätigt, einige davon sehr klein. Der Kauf der Aquis Exchange in London sei die grösste und die strategisch wichtigste gewesen.

Und Aquis habe sich im vergangenen Jahr hervorragend entwickelt, sagte Sibbern weiter. Der Anstieg der Handelsvolumen in Europa habe sich auch auf den Umsatz von Aquis 2025 und zu Beginn 2026 positiv ausgewirkt.

Er sei «so glücklich» mit der Übernahme der britischen Börse, so der SIX-CEO. Der Plan sei immer gewesen, in die Offensive zu gehen, anstatt sich zurückzulehnen und nur das zu verteidigen, «was wir in Spanien und in der Schweiz haben». Aquis gebe der SIX die Möglichkeit, einen grösseren Anteil am paneuropäischen Aktienhandel zu erobern. Die Gruppe habe mit der Schweizer Börse, der spanischen Börse und Aquis zusammen mehr als die Hälfte des paneuropäischen Handels.

Wie bereits bekannt, soll die SIX Swiss Exchange und die spanische BME auf die Aquis-Handelsplattform migriert werden. Die Harmonisierung für den Handel mit Aktien und aktienähnlichen Produkten ist laut Sibbern weiterhin für 2027 vorgesehen.

Die 2012 gegründete Aquis mit Hauptsitz in London und einem EU-Standort in Paris ist in mehreren Geschäftsbereichen tätig. Das Unternehmen betreibt ein multilaterales Handelssystem (MTF) für Aktien in 16 europäischen Märkten («Markets»), lizenziert ihre eigenen Marktinfrastrukturtechnologien an externe Kunden («Technologies»), betreibt einen Primärmarkt für KMU und Wachstumsunternehmen in Grossbritannien («Stock Exchange») und bietet Marktdaten an, die aus den Handelsaktivitäten von den Bereichen «Markets» und «Stock Exchange» abgeleitet werden («Data»).

Kommentare

User #3127 (nicht angemeldet)

Die SIX hat so viel Geld vernichtet. Milliarden verloren mit Wordpay, Bolsa Madrid, SDX, etc. Nun heisst das weitermachen?

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