SIG erhöht Gewinnziel nach starkem dritten Quartal

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    Schaffhauserland,

    Beim Verpackungsspezialisten SIG ist im dritten Quartal 2026 viel Schwung ins Geschäft gekommen. Nun erhöht das Unternehmen das Jahres- und das Mittelfristziel für die Marge.

    Der Verpackungsspezialist SIG hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet. (Archivbild)
    Der Verpackungsspezialist SIG hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet. (Archivbild) - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

    Zwischen Juli und September stieg der Umsatz um knapp 10 Prozent auf 843 Millionen Euro, wie der Schaffhauser Konzern am Dienstag mitteilte. Bereinigt um Währungseinflüsse und die Preisentwicklung von Kunststoff ergab sich ein Plus von 6,5 Prozent.

    Das starke Wachstum führte auch zu einer deutlich verbesserten Profitabilität. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg bereinigt um Sondereffekte um gut 29 Prozent auf 146,9 Millionen Euro. Die entsprechende Marge kletterte auf 17,4 Prozent von 14,8 Prozent in der Vorjahresperiode. Damals hatte das Geschäft unter einer ausserordentlich schwachen Nachfrage gelitten.

    Unter dem Strich stieg der bereinigte Reingewinn auf 94,3 von 16,9 Millionen.

    Weit über den Erwartungen

    Mit den Zahlen hat SIG die Erwartungen der von AWP befragten Analysten bei allen Kennzahlen haushoch übertroffen. Alle Werte kamen selbst über den optimistischsten Schätzungen zu liegen.

    Der Margen-Ausblick für das Gesamtjahr wird nun angehoben. So erwartet das Management bei einem bereinigten Umsatzwachstum von 0 bis 2 Prozent jetzt eine bereinigte EBIT-Marge von 16,0 bis 16,5 Prozent. Bisher hatte eine Zielbandbreite von 15,7 und 16,2 Prozent gegolten.

    Wieder eine Dividende

    Auch mittelfristig peilt SIG nun eine höhere Marge an. Es wird ein Wert von über 18 Prozent angestrebt – nach bislang «über 16,5 Prozent». Unverändert ist das mittelfristige Wachstumsziel (3-5%).

    Ausserdem gibt sich das Unternehmen einen Turnaroundplan für das Geschäft mit «Bag-in-Boxen» und Standbeuteln, wozu auch eine Anpassung der Organisation zählt. Dies werde im vierten Quartal 2026 allerdings auch zu einer nicht liquiditätswirksamen Wertminderung von rund 250 Millionen führen, so das Communiqué.

    Die Aktionäre können sich gleichwohl wieder auf eine Dividende freuen. Nach der Pause im laufenden Jahr sei für 2027 die Wiederaufnahme der Dividendenausschüttung geplant. Dabei werde eine Ausschüttungsquote von 30 bis 50 Prozent des bereinigten Nettogewinns angestrebt.

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