Schweizer Startups holen 2025 deutlich mehr Kapital - KI treibt an

Keystone-SDA
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Zürich,

Das Finanzierungsvolumen für Schweizer Startups ist 2025 stark gestiegen. Grund ist ein Boom bei KI-orientierten Jungfirmen.

Start-Up-unternehmen
Schweizer Start-Up-Unternehmen konnten viel Geld aufnehmen. (Symbolbild) - Pixabay

Insgesamt flossen gemäss dem EY-Startup-Barometer 2026 im vergangenen Jahr 3,3 Milliarden Franken in 515 Finanzierungsrunden bei Jungfirmen. Das ist beim Volumen ein Plus von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Finanzierungsrunden an sich stieg dagegen nur leicht, nämlich um 0,4 Prozent, wie die Beratungs- und Prüfgesellschaft EY am Dienstag mitteilte.

Besonders dynamisch entwickelte sich im letzten Jahr der Sektor mit Firmen, die künstliche Intelligenz in ihr Kerngeschäft integrierten: Die Zahl der Finanzierungsrunden mit KI-Bezug stieg von 112 auf 163, und das investierte Kapital in diesem Bereich verdreifachte sich auf rund 1,1 Milliarden Franken. Damit wuchs der KI-Anteil am gesamten Venture-Capital-Volumen innert zwei Jahren von 5 auf 32 Prozent.

Volumenstärkste Branche blieb dennoch der Gesundheitssektor. Er vereinte 147 Finanzierungen und rund 1,5 Milliarden Franken Kapital auf sich, entsprechend 44 Prozent des Gesamtvolumens. Dahinter folgten Software & Analytics mit 924 Millionen Franken sowie FinTech/InsurTech und Hardware.

Insgesamt trugen vor allem grössere Finanzierungsrunden zum Volumenanstieg bei: Die Zahl der Mega-Deals über 100 Millionen Franken stieg von eins auf fünf.

Die Rangliste wird von Sanoptis (235 Millionen Franken) angeführt, einem Netzwerk von Augenkliniken und ophthalmologischen Dienstleistungen, gefolgt von Windward Bio (173 Millionen), einem Biotechunternehmen für Immunologie- und Entzündungstherapien, sowie Distalmotion (120 Millionen), einem Hersteller robotischer Assistenzsysteme für minimalinvasive Chirurgie.

Im internationalen Vergleich verzeichnete die Schweiz den stärksten Zuwachs beim investierten Kapital im Dach-Raum (+44 Prozent), während Deutschland moderat zulegte und Österreich deutlich zurückfiel.

Der Anteil von Startups mit Gründerinnen blieb niedrig: Nur bei 23 Prozent der finanzierten Firmen war mindestens eine Frau im Team. Reine Frauenteams waren leicht rückläufig und stellten 6 Prozent.

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