Schweizer sehen wenig Nutzen von Künstlicher Intelligenz
In der Schweiz blicken die Beschäftigten verhalten in die Zukunft. Die Sorge ist gross, dass ihre Fähigkeiten in den kommenden Jahren nicht mehr gefragt sein könnten, wie eine Studie von PwC zeigt.

Das Wichtigste in Kürze
- 28 Prozent der Schweizer Beschäftigten nutzen generative KI täglich.
- Doch nur 14 Prozent fühlen sich durch die KI-Nutzung motivierter und zuversichtlicher.
- Auch den Nutzen von KI sehen viele Schweizerinnen und Schweizer kritisch.
KI ist im Arbeitsalltag vieler Beschäftigter angekommen, vom Nutzen sind aber nur wenige überzeugt. 28 Prozent der Schweizer Beschäftigten nutzen generative KI täglich. Dies geht aus einer am Dienstag publizierten und weltweit durchgeführten «Hopes and Fears 2026»-Studie von PwC hervor. Der weltweite Durchschnitt liegt bei tieferen 22 Prozent.
Allerdings geben schweizweit nur 14 Prozent an, dass sie sich durch KI-Nutzung motivierter und zuversichtlicher fühlen.
Noch geringer ist der wahrgenommene konkrete Nutzen von KI: Lediglich 10 Prozent sehen dank KI-Einsatz eine klare Verbesserung der Arbeitsqualität. Und gar nur 9 Prozent sind der Meinung, KI fördere ihre Fähigkeiten und Kreativität. Immerhin sind 22 Prozent der Ansicht, dass KI hilft, komplexere Aufgaben zu bewältigen.
Auch bei der Arbeitsplatzsicherheit zeigt sich bei den Arbeitnehmenden Zurückhaltung. Zwar fühlen sich mit Blick auf die kommenden zwölf Monate noch zwei Drittel der Schweizer Beschäftigten in ihrem Job sicher. Doch nur 27 Prozent sind optimistisch, dass ihre Fähigkeiten auch noch in drei Jahren auf dem Arbeitsmarkt gefragt sein werden.
«Keine ausgeprägte Aufbruchsstimmung»
«Die Schweiz hat eine stabile und hoch qualifizierte Belegschaft, aber keine ausgeprägte Aufbruchsstimmung.» So wird Adrian Jones, Partner und Leiter Workforce bei PwC Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Viele Mitarbeitende seien vorsichtig, wenn es um die berufliche Zukunft, die Führung oder den Mehrwert von KI gehe.
Als Knackpunkt macht PwC die oft fehlende Weiterbildung aus. Die fehle vor allem in der Kernbelegschaft, wo Beschäftigte weder über seltene Fähigkeiten noch ausgeprägte KI-Kompetenzen verfügen.
«Nutzung allein schafft noch keine Akzeptanz», so Teena Madhvani, Partnerin People & Organisation bei PwC Schweiz. Es brauche Unterstützung und gezielte Weiterbildung, damit KI zu Produktivität und messbarem Geschäftsnutzen führe.
Für die in 48 Ländern und 29 Branchen durchgeführte Studie hat PwC rund 50'000 Beschäftigte befragt. Davon rund 1000 in der Schweiz.

















