Für die Schweizer Industrie zeichnet sich ein guter Start ins Jahr 2020 ab. Der Einkaufsmanager-Index (PMI) legte um 1,4 Punkte auf 50,2 Zähler zu.
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Für die Schweizer Industrie zeichnet sich ein guter Start ins Jahr 2020 ab: Mit dem Einkaufsmanager-Index zeigt nach dem KOF-Konjunkturbarometer bereits der zweite wichtige Frühindikator eine Aufwärtsbewegung an. (Themenbild) - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zeichen in der Schweizer Industrie stehen zum Jahresauftakt 2020 auf Wachstum.
  • Der Einkaufsmanager-Index für die Industrie legte um 1,4 Punkte auf 50,2 Zähler zu.
  • Der PMI des Dienstleistungssektors hingegen ging um 1,2 Punkte auf 51,7 Zähler zurück.

Zum Jahresauftakt 2020 stehen die Zeichen in der Schweizer Industrie wieder auf Wachstum: Der Einkaufsmanager-Index (PMI) für die Industrie legte um 1,4 Punkte auf 50,2 Zähler zu. Der PMI des Dienstleistungssektor ging derweil um 1,2 Punkte auf 51,7 Zähler zurück.

Davor notierte der Index seit letztem April unter dieser Marke und fiel zeitweise bis auf 44,7 Punkte. In der Industrie schloss der Wert somit knapp über der Marke von 50 Punkten, die als Wachstumsschwelle definiert ist.

Damit schrumpft die Schweizer Industrie nicht mehr, wie die Credit Suisse am Freitag mitteilte. Die Grossbank ermittelt den Index in Zusammenarbeit mit dem Branchenverband Procure.ch.

Aktueller Wert übertrifft Expertenschätzungen

Der aktuelle Wert übertrifft auch die Schätzungen der Experten. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Ökonomen hatten mit einem Wert zwischen 48,4 und 49,5 Punkten gerechnet.

Bei den einzelnen Subkomponenten sticht vor allem der Auftragsbestand positiv heraus. Die entsprechende Subkomponente erreichte im Dezember dank einem Anstieg von 5,6 Punkten wieder die Wachstumszone. Zudem erreichte sie mit 52,7 Zählern den höchsten Wert seit Februar 2019.

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Das Logo der Credit Suisse in Zürich. - keystone

Das Gesamtjahr 2019 fiel für die Industrie derweil ähnlich schwierig aus wie 2015, dem Jahr der Wechselkursaufwertung. So lag der PMI Industrie im Jahresmittel bei 49,1 Punkten und damit fast so tief wie 2015 mit 49,0 Punkten. Verglichen mit 2009, dem Jahr nach der Finanzkrise, war der Wert aber deutlich höher. Seinerzeit lag der Durchschnitt bei 44,4 Punkten.

Im Dienstleistungsbereich ging der Index zwar um 1,2 Punkte zurück. Mit 50,6 Punkten bleibt der Wert aber über der Wachstumsschwelle. Dies war seit Beginn der Berechnung im Oktober 2016 mit Ausnahme von Juli 2019 immer der Fall.

Damit erreichte der Dienstleistungssektor knapp die Erwartungsbandbreite. Die von AWP befragten Experten gaben Schätzungen von 50,5 bis 52,0 Punkte ab.

Unerfreuliche Auftragslage der Dienstleister

Wenig erfreulich zeigte sich derweil die Auftragslage der Dienstleister. So konnte die Anzahl neuer Aufträge nicht erhöht werden. Die Subkomponente «Neuaufträge» liegt bei 50,0 Zählern. Und der Auftragsbestand schrumpfe sogar auf 46,9 Zähler.

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Ein Arbeiter baut in einem Werk ein Getriebe zusammen. - dpa-infocom GmbH

Gleichzeitig nahm aber der Personalbestand zu. Die Subkomponente notierte auf 51,1 Punkten. Dies lasse auf einen gewissen Optimismus der Dienstleister für die Zukunft schliessen, so die CS.

Der PMI und das KOF Konjunkturbarometer gelten als die beiden wichtigsten Frühindikatoren für die Schweizer Wirtschaft. Das KOF-Barometer signalisierte vergangenen Montag ebenfalls eine Aufwärtstendenz - der Indikator legte im Dezember um 3,8 auf 96,4 Punkte zu.

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