Schweizer Franken verliert gegenüber dem Dollar weiter an Wert
Der Schweizer Franken gibt zum Dollar weiter nach. Die Märkte rechnen mit einer US-Zinserhöhung, die SNB belässt ihren Leitzins bei null.

Der Dollar steigt gegenüber dem Schweizer Franken am Dienstag den fünften Handelstag in Folge, meldet «FXStreet». Das Währungspaar USD/CHF erreichte in den asiatischen Handelsstunden mit 0,8327 den höchsten Stand seit 16 Monaten.
Auslöser sind laut «FXStreet» die unklaren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, die die Ölpreise hoch halten. Dies verstärke die Erwartungen, dass die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation weiter straffen müsse.
Anfang September hob die Fed die Zinsen erstmals seit drei Jahren an, wie «FXStreet» festhält. Das CME FedWatch Tool weist für eine weitere Erhöhung im Oktober eine Wahrscheinlichkeit von rund 70 Prozent aus.
Schweizer Franken gerät nach SNB-Entscheid unter Druck
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) beliess ihren Leitzins am Donnerstag wie erwartet bei null Prozent, meldet «Cash». Der Schweizer Franken gab daraufhin deutlich nach, und der Dollar stieg auf den höchsten Stand seit etwa einem Jahr.
Zugleich kletterte der Euro an den Devisenmärkten wieder über die Marke von 0,94 Franken. Die SNB habe die Wechselkursbewegungen wieder stärker in beide Richtungen im Blick, sagt ein Marktbeobachter laut «Cash».
Die SNB hob ihre mittelfristige Inflationsprognose gegenüber der Lagebeurteilung im Juni leicht an. Am Donnerstagabend notierte der Dollar laut «finanzen.ch» nahe 0,83 Franken, während hohe Ölpreise die US-Währung stützten.
Schweizer Franken und die Rolle der Carry Trades
Der Schweizer Franken dient laut «FXStreet» an den Märkten als niedrig verzinste Finanzierungswährung für sogenannte Carry Trades. Die wachsende Renditedifferenz zwischen den USA und der Schweiz dürfte demnach die Kapitalflüsse zwischen beiden Währungen weiter beeinflussen.

Analysten der Rabobank stellen laut «FXStreet» fest, dass sich die Netto-Short-Positionierung im Schweizer Franken zuletzt kaum verändert hat. Anleger bleiben demnach trotz wachsender Erwartungen an einen aktiveren Kurs der SNB vorsichtig gegenüber der Währung positioniert.
Die SNB bekräftigte ihre Bereitschaft, bei Bedarf am Devisenmarkt einzugreifen, doch die Richtung möglicher Eingriffe bleibt umstritten. Händler warten nun auf den US-Preisindex PCE am Mittwoch und den Arbeitsmarktbericht am Freitag.












