Schweizer Börse zeigt Erholung von Vortagesverlusten
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag gemeinsam mit den weiteren wichtigen Börsenplätzen eine Erholungsbewegung von den Verlusten zum Wochenbeginn gezeigt. Für die verbesserte Stimmung sorgten Hoffnungen auf ein nahendes Kriegsende, nachdem US-Präsident Donald Trump am Vorabend den Krieg als «so gut wie beendet» erklärt hatte.

Zwar zeigten sich Marktbeobachter angesichts der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen skeptisch. So sei bislang weder das iranische Nuklear- und Raketenprogramm beendet noch die Unterstützung des Landes terroristischer Gruppen eingestellt worden, meinte etwa ein Analyst. Zu viele Fragen über den Fortgang oder das Ende des Krieges blieben unbeantwortet, so ein weiterer Beobachter.
Für eine Aufhellung der Laune sorgten aber vor allem auch die wieder zurückgekommenen Ölpreise. So wurde das Rohöl der Marke Brent am Dienstagabend wieder für weniger als 90 Dollar gehandelt, nachdem der Preis am Vortag noch bis auf rund 120 Dollar gestiegen war. Allerdings blieben die Preise damit auch weiterhin deutlich über dem Niveau von vor dem Ausbruch des Kriegs.
Der Schweizer Leitindex SMI schloss den Tag mit einem moderaten Anstieg um 0,5 Prozent auf 13'065 Punkte, nachdem er am Vormittag noch zeitweise bis zu 1,5 Prozent im Plus gestanden hatte. Gebremst wurde der SMI nicht zuletzt vom Dividendenabgang beim Schwergewicht Novartis.
Weitere wichtige europäische Indizes wie der deutsche Dax (+2,3 Prozent) oder der britische FTSE 100 (+1,5 Prozent) konnten deutlich stärker zulegen. Auch der VSMI als Gradmesser der Nervosität an den Märkten kam im Tagesverlauf zusehends zurück.
Beim SMI wirkten sich vor allem deutliche Abgaben des Pharmakonzerns Novartis (-2,6 Prozent respektive -3,30 Franken) aus, wobei der Titel vom Abgang der Dividende von 3,70 Franken belastet wurde.
Mit Abgaben schlossen auch die schwergewichtigen Nestlé (-0,6 Prozent), während die Roche Genussscheine (+0,8 Prozent) eine Erholung vom klaren Rückgang des Vortags zeigten.
Deutlich fester ging eine Reihe von konjunktursensitiven Titel aus dem Handel. Darunter waren die Aktien der Baustoffkonzerne Amrize (+4,3 Prozent) und Holcim (+1,9 Prozent) oder des Industriekonzerns ABB (+4,2 Prozent).










