Schweiz erzielt tieferen Leistungsbilanz-Überschuss

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Bern,

Die Schweizer Volkswirtschaft hat im ersten Quartal 2026 einen tieferen Leistungsbilanz-Überschuss als im Vorjahresquartal erzielt. Dies ist hauptsächlich auf den Warenhandel und hier vor allem auf den Goldhandel zurückzuführen.

Im ersten Quartal belief sich der Überschuss in der Leistungsbilanz der Schweiz auf 15,5 Milliarden Franken. (Archivbild)
Im ersten Quartal belief sich der Überschuss in der Leistungsbilanz der Schweiz auf 15,5 Milliarden Franken. (Archivbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

In den Monaten Januar bis März belief sich der Überschuss in der Leistungsbilanz auf 15,5 Milliarden Franken, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Dienstag mitteilte. Im ersten Quartal 2025 hatte der Überschuss noch deutlich höhere 26,7 Milliarden Franken betragen. Dabei sei zu beachten, dass der Überschuss im Vorjahresquartal verhältnismässig hoch ausgefallen sei, schrieb die SNB.

Vor allem der Saldo des Warenhandels sei tiefer ausgefallen als im Vorjahresquartal. Gerade im Goldhandel habe im Berichtsquartal ein Defizit resultiert – nach einem Überschuss im Vorjahr. Auch im «klassischen» Warenhandel sank laut der SNB der Saldo.

Insgesamt sank der Überschuss im Waren- und Dienstleistungshandel auf 23,3 Milliarden Franken nach 33,4 Milliarden im Vorjahresquartal. Die übrigen Komponenten der Leistungsbilanz hätten sich gegenüber dem Vorjahresquartal vergleichsweise wenig verändert.

So fiel der Saldo des Dienstleistungshandels mit -2,9 Milliarden Franken etwas weniger negativ aus als die -4,6 Milliarden im ersten Quartal 2025. Die Saldi der Primär- und Sekundäreinkommen blieben laut SNB praktisch unverändert.

In der Kapitalbilanz, in der alle empfangenen und geleisteten Vermögenstransaktionen erfasst werden, sind im ersten Quartal auf der Aktivseite Nettozugänge von 66 Milliarden Franken verbucht worden. Dafür waren Firmenkäufe im Ausland durch schweizerische Unternehmen massgeblich verantwortlich.

Auf der Passivseite entfiel ein Nettoabbau von 37 Milliarden Franken. Das liege vor allem daran, dass ausländische Akteure ihre Einlagen bei Geschäftsbanken und der Nationalbank erhöhten.

Der Saldo in der Kapitalbilanz belief sich damit auf 29 Milliarden Franken. Das Nettoauslandsvermögen der Schweiz nahm gleichzeitig im Vergleich zum Vorquartal um 18 Milliarden auf 974 Milliarden Franken zu.

In der Leistungsbilanz werden alle Einnahmen und Ausgaben einer Volkswirtschaft erfasst, wobei neben dem Warenhandel auch der Handel mit Dienstleistungen (Tourismus etc.), Arbeits- und Kapitaleinkommen sowie laufende Übertragungen dazu gezählt werden. Ein hoher Überschuss gilt als Zeichen der Stärke einer Volkswirtschaft.

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User #3892 (nicht angemeldet)

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