Tui

Schweiz bleibt reiselustig - Tui blickt optimistisch auf den Sommer

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Zürich,

Tui Suisse startet mit Rückenwind ins Reisejahr 2026. Der Reisekonzern profitiert von der anhaltend hohen Reiselust der Schweizerinnen und Schweizer. Gleichzeitig verändert KI die Branche, während ein möglicher Trump-Effekt bei USA-Reisen nur schwer zu beziffern ist.

Mallorca gehört neben Antalya und Kreta zu den besonders beliebten Nahzielen der Schweizerinnen und Schweizer für diesen Sommer. (Archivbild)
Mallorca gehört neben Antalya und Kreta zu den besonders beliebten Nahzielen der Schweizerinnen und Schweizer für diesen Sommer. (Archivbild) - KEYSTONE/AP/MICHAEL SOHN

«Im Winter zieht es unsere Gäste an die Sonne – besonders nach Thailand und auf die Malediven», sagte Tui-Schweiz-Direktor Philipp Czapiewski an einem Medienanlass am Donnerstag. Bei den Nahzielen dagegen führt Ägypten die Hitliste an.

Deutlich wichtiger bleibt jedoch das Sommergeschäft. «Das Volumen ist rund doppelt so hoch wie im Winter», so Czapiewski. Die Frühbuchungen signalisierten bereits eine starke Nachfrage für die Sommersaison 2026, vor allem bei Familien.

Tui setzt auf ein differenziertes Markenkonzept, zu dem auch die bekannten Robinson Clubs gehören. Neu gibt es auch Angebote für Familien mit neurodiversen Kindern, darunter Kinder mit Autismus oder ADHS: Sensorikräume mit ruhigen Zonen, gedämpftem Licht und klaren Strukturen sollen für diese Personen stressfreie Ferien ermöglichen.

Besonders beliebt im Sommer sind bei Herrn und Frau Schweizer die Nahziele Antalya, Kreta und Mallorca. Bei den Fernzielen liegen die USA vor Thailand und den Malediven.

Ausgerechnet bei der Top-Destination USA hatte sich Tui in Sachen Buchungen allerdings mehr erhofft. «Wir hatten gute Vorzeichen mit dem starken Franken gegenüber dem Dollar und der anstehenden Fussball-WM», sagte Czapiewski.

Ob US-Präsident Donald Trumps Politik dabei eine Rolle spiele, lasse sich nicht beurteilen. Es sei «ein Potpourri aus verschiedenen Effekten», auch der Trend zu kurzfristigeren Buchungen spiele mit – entsprechend bestehe weiterhin Hoffnung auf anziehende Nachfrage.

Gleichzeitig verändert KI auch bei Tui das Geschäft. «Die Online-Suche verändert sich mit ChatGPT und ähnlichen Tools – für uns ist es zentral, dort relevant zu bleiben», betonte Czapiewski. Ziel sei es, dass potenzielle Kundinnen und Kunden bei KI-gestützten Reisesuchen auch auf Angebote von Tui stossen. Google bleibe aber weiterhin sehr wichtig.

Die persönliche Beratung in den Reisebüros werde durch digitale Kanäle aber nicht ersetzt, sondern ergänzt, so Czapiewski. Auch jüngere Kundinnen und Kunden gingen weiterhin ins Reisebüro. Zudem sei eine Buchung im Reisebüro nicht teurer als online. Tui betreibt in der Schweiz 49 Filialen.

Nach der Hotelplan-Übernahme durch Dertour änderte sich am Wettbewerbsumfeld nach Ansicht von Tui nichts spürbar. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen nicht, bestätigt aber erneut gestiegene Umsätze und Gewinne im Geschäftsjahr 2024/25 (per Ende September).

Der Tui-Konzern mit Hauptsitz in Hannover setzt rund 24 Milliarden Euro um. In der Schweiz beschäftigt Tui rund 380 Mitarbeitende.

Kommentare

User #5037 (nicht angemeldet)

Die Schweizer sollen auf reisen gehen so viel wie möglich, vor allem die jungen Leut. Geht die Welt anschauen den nur wenn man viel reist findet man vielleicht später ein neues Plätzli, eine neue Heimat……weil die alte ja langsam immer mehr vor die Hunde geht. Seid nicht so dumm wie die Steuerzahlenden Sesshaften mit nur einer Heimat und nur einem Pass, nur einem Identitätsausweis. Lebt wie die Einwanderer, lernt von ihnen und geniesst das Leben.😇

User #1986 (nicht angemeldet)

Der Klimawandel interessiert wohl niemanden?

Weiterlesen

easyjet
160 Interaktionen
Ab Genf

MEHR TUI

42,6 Prozent
WLAN
Bordinternet
tui
Wintersaison
Tui Suisse
Plus bei Buchungen

MEHR AUS STADT ZüRICH

FC Zürich
1 Interaktionen
Heiss gehandelt
Zürich KI
8 Interaktionen
«Anstrengungen» nötig
MIO Migros
21 Interaktionen
Faule Pendler