Schweizer Luxus-Feriencamps locken Kinder Reicher an
Bis 3000 Franken pro Woche: Das «Les Elfes International» in Verbier VS zieht die Kinder von «Amerikanern, Russen und Indern» an.

Das Wichtigste in Kürze
- «Les Elfes International» in Verbier VS ist ein Luxus-Ferienlager für Kinder und Jugendliche.
- Je nach Programm kostet eine Woche im Wallis 2000 bis 3000 Franken.
- Um neue Kundschaft zu gewinnen, reist Geschäftsleiterin Alexandra Stettler bis nach Indien.
Im Sommer läuft die Ferienlager-Saison in der Schweiz auf Hochtouren. Doch nicht alle Angebote sind gleich.
In Verbier VS gibt es ein Ferienlager, das sich vor allem an wohlhabende Familien aus dem Ausland richtet. «Les Elfes International» zieht Kinder aus den USA, Indien und Russland an.
Das Chalet im Wallis ist ein Treffpunkt für ein internationales Publikum: Fast alle Teilnehmenden kommen aus dem Ausland.

Gegründet wurde das Lager vor rund 40 Jahren. Heute leitet Alexandra Stettler den Betrieb, den sie von ihrem Vater übernommen hat.

«Wir werden viele Amerikaner, Russen und Inder haben», sagt Stettler in der RTS-Morgensendung «La Matinale». Das Publikum sei bewusst international ausgerichtet – das gehöre zum Konzept.
Kinder bauen internationale Netzwerke auf
Jede Woche nehmen bis zu 140 Kinder und Jugendliche am Ferienlager teil. Die Teilnehmenden sind zwischen 6 und 17 Jahre alt.
Das Programm ist zweigeteilt: Am Vormittag stehen Sport- oder Sprachkurse auf dem Plan. Zur Auswahl stehen unter anderem Französisch und Chinesisch.

Am Nachmittag geht es nach draussen. Dann stehen Aktivitäten in der Natur im Mittelpunkt. Das Angebot ist vielseitig und auf unterschiedliche Interessen ausgerichtet.
Für Alexandra Stettler hat das Lager aber noch eine weitere Bedeutung: «Es ist für die Kinder auch eine Möglichkeit, sich ein erstes Netzwerk aufzubauen. Oder erste internationale Kontakte zu anderen Kindern zu knüpfen.»
Hier beginnt das Netzwerken bereits im Kindesalter.
Stettler reist persönlich zu potenziellen Kundinnen und Kunden
Eine Woche im Ferienlager kostet zwischen 2'000 und 3'000 Franken. «Wir richten uns an eine wohlhabende Kundschaft», sagt Stettler.
Laut Bericht nehmen unter anderem Prinzen, wohlhabende Erben und Kinder von Prominenten am Lager teil. Um diese Zielgruppe zu erreichen, setzt Stettler auf persönliche Kontakte.
Im Herbst reist sie nach Indien und nach Lateinamerika. Dort trifft sie Eltern, die sich für das Ferienlager interessieren.
«Ich denke, es ist auch ein Statussymbol zu sagen: Ich schicke mein Kind in ein Ferienlager in der Schweiz.»
Viele Eltern würden ihren Kindern diese Erfahrung gerne ermöglichen. Die Schweiz gelte als sicheres und friedliches Land, erklärt Stettler.
«Les Elfes» expandiert in weitere Länder und Regionen
Die Nachfrage nach dem Angebot wächst: Vor zwei Jahren eröffnete «Les Elfes» einen Standort in Japan. Damit ist das Unternehmen erstmals auch ausserhalb der Schweiz aktiv.
Zusätzlich gibt es Ferienlager in Crans-Montana und La Tzoumaz – ebenfalls im Wallis.
Das Konzept scheint aufzugehen. Die Kombination aus Sprachunterricht, Sport, Natur und internationalem Austausch spricht offenbar viele Familien aus aller Welt an. Verbier bleibt dabei der Hauptstandort des Unternehmens.
Ob das Angebot auch für Schweizer Kinder attraktiv ist, bleibt offen.














