Russland erhöht Gaslieferungen durch Ukraine wieder etwas

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    Russland liefert wieder mehr Gas durch die Ukraine Richtung Europa, wie der Gaskonzern Gazprom mitteilt.

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    Turbine von Gazprom. - Stefan Sauer/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gazprom liefert wieder mehr Gas durch die Ukraine an andere europäische Staaten.
    • Dies bestätigte der Konzern heute Mittwoch.

    Nach jüngsten Reduzierungen leitet Russland eigenen Angaben zufolge nun wieder mehr Gas durch die Ukraine in Richtung Europa. «Gazprom liefert russisches Gas per Transit durch das Gebiet der Ukraine in dem Umfang, der von ukrainischer Seite an der Gaskompressorstation Sudscha bestätigt wurde: 29,4 Millionen Kubikmeter am 1. Februar», sagte der Sprecher des russischen Staatskonzerns, Sergej Kuprijanow, am Mittwoch laut Agentur Interfax. Am Dienstag hatte Gazprom 24,2 Millionen Kubikmeter durch die Ukraine gepumpt – rund 20 Prozent weniger.

    Der Anstieg der Lieferungen dürfte damit zusammenhängen, dass Pipeline-Gas für die Grosshändler preislich wieder attraktiver geworden ist.

    Gazprom-Chef Alexej Miller
    Gazprom-Chef Alexej Miller - AFP

    Im Januar waren die Preise wegen des verhältnismässig warmen Wetters am Spotmarkt eingebrochen; dort werden kurzfristige Gaslieferverträge gehandelt. Mit Februar-Beginn haben sich damit aber auch Verträge für Pipeline-Gas verbilligt, das zumeist einen Monat voraus gehandelt wird.

    Trotz der Steigerung liefert Russland immer noch deutlich weniger Gas als früher nach Europa. Die Lieferungen über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 hat Moskau im September wegen angeblicher technischer Probleme eingestellt. Kurz darauf wurden die Rohre durch eine Unterwasserexplosion völlig ausser Betrieb gesetzt.

    Auch der Transit durch die Ukraine ist eingeschränkt, weil das angegriffene Land im von Russland besetzten Gebiet Luhansk keine Bestellungen mehr entgegennimmt. Aber auch über die noch funktionierende Station Sudscha hatte Russland im vergangenen Herbst mit gut 40 Millionen Kubikmeter pro Tag noch deutlich mehr Gas eingeleitet als zurzeit.

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