RTR spart, muss aber im kommenden Jahr keine Stellen streichen
Das rätoromanische Fernsehen und Radio RTR muss 2027 100'000 Franken einsparen. Auf einen Stellenabbau im Rahmen des Projekts «Enavant» der SRG kann RTR aber verzichten.

Die Einsparungen werden gemäss einer RTR-Medienmitteilung vom Mittwoch primär über Anpassungen der Strukturen und Prozesse sowie die stärkere Nutzung von Synergien realisiert. So sei beispielsweise bei tagesaktuellen News-Sendungen sowie bei weiteren Programmelementen eine engere Zusammenarbeit mit den anderen Sprachregionen vorgesehen. Sparen will RTR auch durch den vermehrten Einsatz von KI-Tools bei Archiven oder eine Reduktion von Leistungen im Marketing.
Zuvor hatten bereits die anderen drei Sprachregionen der SRG ihre Sparabsichten fürs kommende Jahr kommuniziert. Beim Deutschweizer Radio und Fernsehen (SRF) werden bis 2027 38 Vollzeitstellen abgebaut. Die Massnahmen betreffen auch das Fernseh- und Radioprogramm.
Das italienischsprachige RSI streicht 2027 acht bis zwölf Vollzeitstellen und muss 3,4 Millionen Franken einsparen. Das Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) darf 8,1 Millionen Franken weniger ausgeben. Vorgesehen ist die Streichung von 25 Vollzeitstellen sowie die Nutzung von Synergien mit den Angeboten anderer Sprachregionen.
RTR kommunizierte zusätzlich zu den Sparplänen auch die Besetzung seines neuen Leitungsteams. Dieses besteht neben der neuen Direktorin Simona Caminada neu aus Valentin Schmed, Leiter Information, Anna Serarda Campell und Tinet Gaudenz in der Co-Leitung der Genres Kultur, Gesellschaft und Wissen sowie Unterhaltung und Flavio Bundi als Leiter Distribution. Dazu kommen drei Business Partnerinnen und Partner der SRG-weit einheitlich geführten Bereiche HR, Finanzen, Stab und Operationen.






