Obwalden

Rieter: Neue Konzernstruktur startet 2026

Maike Lindberg
Maike Lindberg

Obwalden,

Der Textilmaschinenhersteller Rieter führt 2026 eine neue Konzernstruktur ein. Synergien und Agilität sollen durch Umstrukturierung wachsen.

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Beim Textilmaschinenhersteller Rieter aus Winterthur tritt im nächsten Jahr eine Umstrukturierung in Kraft. - keystone

Der Winterthurer Industriekonzern Rieter plant ab 1. Januar 2026 eine weitreichende Neustrukturierung. Die neue Organisation berücksichtigt die Übernahme der Division «Barmag» von OC Oerlikon, wie «cash.ch» berichtet.

Die bestehenden Divisionen «Machines & Systems» und «After Sales» werden zusammengelegt. Die neue Einheit heisst «Short-Staple Fiber» und wird von Alexander Özbahadir geleitet, meldet Rieter offiziell.

Parallel entsteht die Division «Man-Made Fiber» durch Integration der Barmag-Sparte. Georg Stausberg übernimmt weiter die Führung und rückt in die Konzernleitung auf, so die Mitteilung des Unternehmens.

Rieter legt Fokus auf Technologie und Kundenorientierung

Roger Albrecht wird neuer Leiter der Division «Components and Technology». Seine Aufgabe ist, Innovationskraft zu forcieren und Wachstum im Komponentengeschäft zu sichern, wie «moneycab» schreibt.

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Rieter reagiert mit dieser Vereinfachung auf Marktveränderungen und will die Produktivität erhöhen. Gleichzeitig werden Kostensenkungen durch schlankere Prozesse und angepasste Produktionskapazitäten verfolgt, so «finanzen.ch».

Das Unternehmen plant Einmalkosten von rund 30 bis 35 Millionen Schweizer Franken. Diese sollen jährliche Einsparungen von etwa 30 Millionen ermöglichen, so das Unternehmen.

Management und Ausblick

Serge Entleitner verlässt die Konzernleitung Ende 2025, bleibt jedoch mit Projekten verbunden. Vorstandschef Thomas Oetterli dankte ihm für dessen Beitrag, meldet das Unternehmen.

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Der Eingang zum Spinnmaschinen-Hersteller Rieter in Winterthur. - keystone

Die neue Struktur bringt Synergien bei Vertrieb und Service. Rieter will sich dadurch agiler zeigen und ist zuversichtlich, künftig umfassender und innovativer im Markt aufzutreten, heisst es bei «moneycab».

Das Ziel ist, als weltweit führender Anbieter für Fasergarn-Systeme Marktstellung und Technologieführerschaft auszubauen und Kundenbedürfnisse besser zu bedienen, berichtet Rieter.

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Kommentare

User #2368 (nicht angemeldet)

Rieter wurde in den letzten 5-6 Jahren komplett zerstört durch willkürliche Abbaumassnahmen. Es wurde enormes Wissen entlassen um auf studierte zu setzen die keinerlei Ahnung haben und nach 2 Jahren wieder Job wechseln. Es wurde beim CH-Personal gespart mit folglich massivem Qualitätsverlust. Die Kosten Explodieren. Es gibt Kurzarbeit die dazu dienen soll Arbeitsplätze zu schützen, gleichzeitig werden in stille einzelne Mitarbeiter, herausgepickt und entlassen. Mitarbeiter mit vielen Dienstjahren, enormem Wissen und im Alter nahe 60ig. Kein GAV und kein Verband schützt sie oder schaut genauer hin. Übel! In Deutschland könnten man solche Leute nicht ohne einer erheblichen Entschädigung auf die Strasse setzten. Keiner traut sich etwas öffentlich zu sagen, denn Rieter ist mächtig, zu mächtig. Der Untergang ist nicht mehr weit entfernt.

User #4301 (nicht angemeldet)

Jetzt muss sich Nau.ch schon auf die Oneman-Show Moneycab in Einsiedeln beziehen. Richtig übel.

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