Reiseanbieter Lastminute setzt auf KI und baut hunderte Stellen ab

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Bern,

Lastminute richtet sein Geschäft stärker auf Künstliche Intelligenz aus und baut im Zuge der Reorganisation voraussichtlich rund 400 Stellen ab. Offen ist, wie stark die Schweiz betroffen ist.

Lastminute plant im Zuge einer Reorganisation den Abbau von rund einem Viertel der Stellen. (Symbolbild)
Lastminute plant im Zuge einer Reorganisation den Abbau von rund einem Viertel der Stellen. (Symbolbild) - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Der Online-Reiseanbieter Lastminute richtet sein Geschäft auf den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) aus und streicht im Zuge einer Reorganisation voraussichtlich ein Viertel der rund 1600 Stellen. Offen blieb zunächst, wie stark der Stellenabbau die Schweiz betrifft.

Die Umstrukturierung soll bis Ende 2026 umgesetzt werden und ab 2027 zu jährlichen Kosteneinsparungen von rund 16 Millionen Euro führen, wie das an der Schweizer Börse SIX kotierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Der angekündigte Stellenabbau betrifft laut Lastminute rund 25 Prozent der Belegschaft. Eine absolute Zahl sowie eine Aufschlüsselung nach Ländern nannte das Unternehmen nicht. Auf Basis der rund 1600 Mitarbeitenden per Ende 2025 entspricht dies rund 400 Arbeitsplätzen, wie eine Berechnung auf Basis des Geschäftsberichts 2025 zeigt.

Im Zentrum der Neuausrichtung steht die Einführung von KI in die Kernprozesse des Unternehmens. Zudem will Lastminute in die dafür notwendige Dateninfrastruktur sowie in spezialisiertes Fachwissen investieren. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Massnahmen die operative Hebelwirkung erhöhen, profitables Wachstum ermöglichen und die Wettbewerbsposition stärken.

CEO Alessandro Petazzi bezeichnete den Wandel in der Mitteilung als notwendig. KI verändere die Reisebranche grundlegend und beeinflusse sowohl das Such- und Buchungsverhalten der Kunden als auch die Organisation der Unternehmen. Mit der Neuausrichtung wolle Lastminute eine Vorreiterrolle in der Branche einnehmen.

Der Stellenabbau erfolgt in mehreren Ländern und unterliegt den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben und den vorgeschriebenen Konsultationen mit den Arbeitnehmervertretungen. Angaben dazu, wie viele Stellen auf die Schweiz oder den Standort Chiasso entfallen, machte Lastminute zunächst nicht.

Lastminute ist einer der grössten europäischen Anbieter von Pauschalreisen. Das Unternehmen kombiniert Flüge, Hotels und weitere Reiseleistungen auf einer eigenen Plattform. Zum Online-Reiseanbieter zählen neben der Marke lastminute.com auch Volagratis, Rumbo, weg.de, Bravofly, Jetcost und Hotelscan.

Kommentare

User #5443 (nicht angemeldet)

Nicht wundern, wenn bei der Reise etwas schief lauft und keiner nimmt die Reklamation oder Entschädigung auf. Auf eigenes Risiko.

User #1024 (nicht angemeldet)

Diese zwischenverdiener braucht es nicht mehr. KI kann macht das auch do für mich.

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