Planted: Nach schnellem Wachstum folgt Personalabbau

Keystone-SDA
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Effretikon,

Der Fleischersatzhersteller Planted hat seine Belegschaft in den letzten Monaten reduziert. Besonders auf Führungsebene häuften sich die Abgänge. Das Unternehmen spricht von einer Massnahme zur Steigerung der Effizienz.

Planted Migros
Vegane Fleischersatzprodukte von Planted stehen im Kühlregal der Migros Appenzell, fotografiert am Mittwoch 23. Juli 2025. - keystone

Mehrere Führungskräfte haben das ETH-Spin-off Planted in den vergangenen neun Monaten verlassen. Zu ihnen zählen die ehemalige Kommunikationschefin, die Nachhaltigkeitsverantwortliche, die Qualitätsleiterin, die Marketing-Schweiz-Chefin sowie der Schweizer Produktionschef, wie aus LinkedIn-Profilen hervorgeht.

Laut ehemaligen Beschäftigten ist das kein Zufall: «Aus Kostendruck wurden viele erfahrene Mitarbeitende durch junge Unerfahrene ausgetauscht oder gar nicht ersetzt», sagt eine Person, die anonym bleiben will, der Nachrichtenagentur AWP. Grund dafür seien unter anderem die hohen Kosten für eine neue Fabrik in Deutschland, die im vergangenen Jahr eröffnet wurde.

Planted beschäftigt derzeit 219 Vollzeitstellen (FTEs). Im März 2025 waren es 250 Vollzeitstellen, was einer Nettoveränderung von minus 31 FTEs beziehungsweise rund 12 Prozent entspricht. Eine Massenentlassung (ab 10 Prozent der Belegschaft) meldete das Unternehmen nie.

«Nach mehreren Jahren sehr schnellen Wachstums haben wir unsere Organisation im letzten Jahr gezielt weiterentwickelt und an die nächste Phase angepasst», sagt eine Sprecherin auf Anfrage. Dabei seien Strukturen überprüft und Prioritäten geschärft worden.

«Das beinhaltete auch personelle Entscheidungen, die uns nicht immer leicht gefallen sind», betonte die Sprecherin. Das Unternehmen sei nun «effizienter aufgestellt» und für nachhaltiges Wachstum gut positioniert. Die Nachfrage nach den veganen Produkten sei zudem weiterhin stark.

Seit der Gründung im Jahr 2019 hat Planted insgesamt rund 115 Millionen Franken erhalten. Zu den Geldgebern zählen der Unternehmer Stephan Schmidheiny, der Schweizer Nati-Goalie Yann Sommer und der US-Investor L Catterton.

Seit 2021 produziert das Unternehmen im Zürcher Kemptthal. Im Juni 2025 wurde eine zweite Fabrik im bayerischen Memmingen eröffnet. Diese sollte die Produktionskapazität verdoppeln und über 50 neue Arbeitsplätze schaffen. Laut der Sprecherin befindet sich der Grossteil der Mitarbeitenden weiterhin in der Schweiz.

Planted erzielt seinen Umsatz zur Hälfte im Detailhandel und zur anderen Hälfte in Restaurants. Die Produkte sind in der Schweiz, Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich und Grossbritannien erhältlich.

Kommentare

User #9572 (nicht angemeldet)

Diese Produkte kosten in Deutschland die hälfte vom Schweizer Preis!

User #2629 (nicht angemeldet)

Fleischersatz kann man das auch essen?

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aare
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