Peter Spuhler

    Peter Spuhler äussert sich zur politischen Lage in Belarus

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Stadler Rail führt ein grosses Werk in Belarus. Die politische Lage dort ist seit Wochen höchst kritisch. Nun äussert sich Stadler-Chef Peter Spuhler dazu.

    Peter Spuhler
    Peter Spuhler hat sein Anteil an Swiss Steel auf unter 3 Prozent reduziert. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Belarus steht ein grosses Werk der Schweizer Firma Stadler Rail.
    • Der Chef Spuhler äussert sich zu den politischen Problemen aber nur vage.

    Innenpolitische Probleme wie zurzeit etwa in Belarus sollen nach Ansicht von Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler unblutig und gewaltfrei gelöst werden. Es sei jedoch nicht Aufgabe von Unternehmen, sich zur Lage in andern Ländern zu äussern.

    Mit Blick auf die Ereignisse «müsste ich fast im Wochentakt Statements abgeben», sagte er in der SRF-Sendung «Samstagsrundschau». Das würde mehrere Länder betreffen, in denen der Zugbauer Stadler Rail tätig sei.

    Lukaschenko
    Eine Aktivisten hält ein Plakat mit einer Zeichnung von Alexander Lukaschenko in einem Gefängniskäfig in die Luft. - keystone

    So müsste er sich etwa äussern zu «Russland mit der Vergiftung des Oppositionsführers», zu den USA, wo die Nationalgarde im US-Bundesstaat Wisconsin aufgeboten worden sei, oder wegen Hongkong zu China, wo sein Unternehmen ebenfalls aktiv sei. «Es ist es nicht die Aufgabe eines Unternehmens, sich da zu exponieren.»

    Peter Spuhler nimmt Organisationen in die Pflicht

    In allen westlichen Ländern gebe es Aussenminister, es gebe supranationale, wie die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), die EU und die Uno.

    «Es ist ganz klar eine Aufgabe dieser Organisationen, die Lage zu beurteilen und allfällige Sanktionen auszusprechen», so Spuhler. Und selbstverständlich würde sich sein Unternehmen an Sanktionen halten. Zurzeit seien jedoch keine gegen Belarus verhängt worden.

    Stadler Rail
    Zwei Flirt-Zugskompositionen stehen in der Montagehalle der Firma Stadler Rail. - Keystone

    Seit 2014 betreibt Stadler Rail in der Nähe der weissrussischen Hauptstadt Minsk ein Montagewerk mit 1500 Mitarbeitenden. Nichtregierungsorganisationen (NGO) wie Amnesty International oder «Brot für alle» hatten Stadler aufgefordert, sich vom Regime Alexander Lukaschenkos zu distanzieren und dessen Menschenrechtsverletzungen anzuprangern, zu denen es bei den Protesten gegen die Präsidentschaftswahlen am 9. August kam.

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