Partners Group kämpft mit Rücknahmewelle und hohem Kursdruck
Partners Group steht wegen hoher Rücknahmeanträge und eines geplanten Fondsumbaus zunehmend unter Druck.

Die Partners Group Aktie hat am Mittwoch weiter nachgegeben. Laut «finanzen.ch» fiel der Kurs im SIX-Handel um 2,2 Prozent auf 595,80 Franken.
Damit summiert sich der Kursverlust seit Jahresbeginn auf rund 40 Prozent. Am 16. Januar hatte die Aktie noch 1097,50 Franken erreicht.
Auslöser für die aktuelle Diskussion sind hohe Rücknahmeanträge bei den Evergreen-Fonds. Die «Börse Express» verweist dabei auf anhaltende Zweifel von Marktteilnehmern an der Liquidität entsprechender Anlagevehikel.
Partners Group baut Global Value SICAV um
Im Mittelpunkt steht der Global Value SICAV mit einem Nettovermögen von 6,6 Milliarden Euro. Partners Group plant laut der «Cash» eine Aufteilung in zwei Subportfolios mit unterschiedlichen Anlage- und Ausschüttungsprofilen.
Ältere Vermögenswerte sollen dabei von neueren Anlagen getrennt werden. Nach Darstellung von Partners Group geht es nicht um Liquiditätsüberlegungen, sondern um die weitere Investitionsfähigkeit des Fonds.
Die geplante Struktur muss allerdings noch von den Anteilseignern genehmigt werden. Partners Group könnte den Ansatz auch auf weitere Evergreen-Fonds ausweiten, darunter den 14,4 Milliarden Dollar schweren US Master Fund.
Rücknahmeanträge bleiben ein Belastungsfaktor
Der Global Value Fund führte im Juni erstmals eine Rücknahmebegrenzung von fünf Prozent des Nettoinventarwerts pro Quartal ein. Im zweiten Quartal hatten die Auszahlungsanträge noch rund 9,8 Prozent erreicht.
Auch im dritten Quartal erreichten die Anträge laut Unternehmensangaben erneut die Marke von fünf Prozent. Die «Cash» berichtet zudem, dass Partners Group einen 469 Millionen Euro schweren, in London kotierten Investment Trust abwickeln will.
Die Fondsproblematik spiegelt sich auch in den Analystenschätzungen wider. Jefferies senkte der «Börse Express» zufolge das Kursziel von 710 auf 605 Franken und bestätigte die Einstufung «Hold».
Partners Group hält an Wachstumsziel fest
Jefferies hat seine Gewinnprognosen je Aktie für 2026 und 2027 um zehn beziehungsweise elf Prozent gesenkt. Die Analysten rechnen zudem damit, dass sich die Erholung der verwalteten Vermögen länger hinziehen könnte.
Nach Einschätzung des Analysehauses könnte eine nachhaltige Erholung erst bis 2028 einsetzen. Gleichzeitig verfolgt Partners Group weiterhin ambitionierte Wachstumsziele für die kommenden Jahre.

Laut der «Cash» soll das verwaltete Vermögen bis 2033 auf 450 Milliarden Dollar anwachsen. Dieses Ziel hängt unter anderem davon ab, ob Vertriebspartner weiterhin Nachfrage bei vermögenden Kunden generieren.







