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    Ölkonzern BP setzt Verwaltungsratschef ab - Aktie rutscht ab

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Der britische Ölkonzern BP hat Verwaltungsratspräsident Albert Manifold mit sofortiger Wirkung abgesetzt. Hintergrund sind «schwerwiegende Bedenken» in Zusammenhang mit seinen Führungsstandards, seiner Aufsichtspflicht und seines Verhaltens, wie der Konzern am Mittag mitteilte.

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    Ölkonzern BP hat seinen Verwaltungsratschef abgesetzt. - keystone

    Der Vorstand habe «einstimmig beschlossen», dass Manifold nicht länger als Vorsitzender und Mitglied des Verwaltungsrats tätig sein solle, hiess es. Weitere Hintergründe nannte BP zunächst nicht.

    Medienberichten zufolge soll es intern aber Beschwerden über seinen Führungsstil gegeben haben. Genannt wurden etwa aggressives oder herablassendes Verhalten gegenüber Mitarbeitenden und Spannungen im Verwaltungsrat.

    Zum Interimsvorsitzenden wurde Ian Tyler ernannt. Ein Nachfolgeprozess zur Besetzung des dauerhaften Vorsitzes werde eingeleitet, teilte der Konzern mit.

    Manifold war erst im Oktober in das Amt berufen worden. Er hatte sich für eine schnellere Rückkehr zu Investitionen in Öl und Gas eingesetzt.

    An der Börse wurden die Neuigkeiten mit einem Kursrutsch quittiert. Die BP-Aktie verlor zeitweise mehr als neun Prozent auf 500 britische Pence. Am Nachmittag lag sie noch mit 4,6 Prozent im Minus, gehörte damit aber weiter zu den grössten Verlierern im britischen Leitindex FTSE 100.

    «Albert hat dazu beigetragen, der Transformation von BP die nötige Aufmerksamkeit und Dynamik zu verleihen», sagte das unabhängige Verwaltungsratsmitglied Amanda Blanc. Die ihm vorgeworfenen Versäumnisse bei der Unternehmensführung und Verhaltensprobleme hätten den Verwaltungsrat jedoch «überrascht und enttäuscht». Das Gremium erachte sie als inakzeptabel.

    Ende April hatte BP hohe Gewinne dank höher Ölpreise mitgeteilt. Im ersten Quartal betrug der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn rund 3,2 Milliarden US-Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum mit knapp 1,4 Milliarden Dollar. Unter anderem eine höhere Ölproduktion im Golf von Mexiko habe Störungen im Nahen Osten angesichts des Iran-Kriegs wettgemacht, hiess es.

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    Kommentare

    User #2520 (nicht angemeldet)

    BP und nur BP kommt in den Tank. Alles andere ist Gülle und schadet der Umwelt.

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