Nvidia steigt in den PC-Markt ein

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    USA,

    Nvidia greift mit eigenen KI-PC-Chips den klassischen Prozessor-Markt an und stellt damit die Dominanz von Intel und AMD in Frage.

    Nvidia
    Nvidia-Chips im Wert von rund 8 Milliarden Dollar könnten bei Amazon künftig über eine externe Zweckgesellschaft finanziert werden. (Symbolbild) - keystone

    Nvidia erweitert sein Geschäft um einen neuen Bereich. Der KI-Chipriese steigt mit eigenen Prozessoren in den PC-Markt ein.

    Das Unternehmen stellte auf der Computex 2026 den RTX-Spark-Superchip vor. Dieser kombiniert eine Blackwell-GPU mit einem neuen Nvidia-Prozessor für KI-Anwendungen auf PCs.

    Ab Ende 2026 soll die Plattform in rund 30 Laptop-Modellen und zehn Desktop-PCs eingesetzt werden. Das berichtet die «Morningstar» unter Berufung auf die Ankündigungen des Unternehmens.

    Angriff auf etablierte Konkurrenten

    Mit dem Schritt nimmt Nvidia die Marktführer Intel und AMD ins Visier. Beide Unternehmen dominieren seit Jahrzehnten den Markt für PC-Prozessoren.

    Nvidia setzt dabei auf die Arm-Architektur statt auf die klassische x86-Technologie. Der RTX Spark vereint Prozessor, Grafikchip und KI-Beschleuniger in einem einzigen Bauteil.

    Wird Nvidia Intel und AMD im PC-Markt ernsthaft unter Druck setzen?

    Die neue Plattform richtet sich zunächst an anspruchsvolle Nutzer. Die «Business Punk» nennt Entwickler, Designer und andere Anwender mit hohem Bedarf an KI-Rechenleistung als wichtigste Zielgruppe.

    Börse reagiert auf die Ankündigung

    Die Finanzmärkte reagierten unmittelbar auf die Neuigkeiten. Die Nvidia-Aktie gewann nach der Vorstellung des Produkts mehr als sechs Prozent.

    Gleichzeitig gerieten mehrere Konkurrenten unter Druck. Laut der «Business Punk» verloren Intel, AMD und Qualcomm nach der Präsentation an der Börse an Wert.

    Die Analysten von «Morningstar» halten dennoch an ihrer Fair-Value-Schätzung von 280 US-Dollar je Aktie fest. Beim Kurs von rund 224 US-Dollar sehen sie die Aktie weiterhin als unterbewertet an.

    Nvidia: KI bleibt wichtigster Wachstumstreiber

    Trotz des Vorstosses in den PC-Markt bleibt das Rechenzentrumsgeschäft entscheidend. Die Bewertung des Unternehmens wird weiterhin vor allem von den KI-Produkten für Rechenzentren bestimmt.

    Besonders wichtig sei deshalb, dass die Einführung der neuen Vera-Rubin-Plattform planmässig verlaufe. Dies sei möglicherweise die bedeutendste Botschaft der Präsentation gewesen.

    Nvidia
    In den vergangenen Jahren hat Nvidia bewiesen, dass das Unternehmen erfolgreich in benachbarte Technologiemärkte expandieren kann. (Archivbild) - keystone

    Die Analysten sehen im PC-Geschäft vor allem eine zusätzliche mittelfristige Umsatzchance. Das Potenzial dieses Bereichs solle jedoch nicht überschätzt werden.

    Druck auf Intel wächst

    Der Vorstoss erhöht den Druck auf die bisherigen Marktführer. Die «Süddeutsche Zeitung» schreibt, dass Nvidia nach dem Erfolg im KI-Geschäft nun auch den lukrativen Markt für Laptop-Chips angreifen will.

    Dem Kommentar zufolge sollten insbesondere Intel und andere etablierte Anbieter die Entwicklung aufmerksam verfolgen. Nvidia habe in den vergangenen Jahren gezeigt, dass das Unternehmen erfolgreich in angrenzende Technologiemärkte vorstossen könne.

    Nach Einschätzung der «Morningstar» bleibt die starke Position im KI-Geschäft jedoch der wichtigste Faktor für die weitere Entwicklung des Konzerns. Der Einstieg in den PC-Markt gilt vorerst als zusätzliche Chance in einem bereits stark wachsenden Geschäftsfeld.

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    Kommentare

    User #9833 (nicht angemeldet)

    KI wird einmal unser Untergang

    User #6188 (nicht angemeldet)

    scheint mehr ein strategischer entscheid der konsolidierung des aktienkurses zu sein.

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