Novo Nordisk treibt Aktienrückkäufe voran

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Dänemark,

    Die Aktie von Novo Nordisk bleibt unter Druck. Gleichzeitig setzt der Pharmakonzern sein Rückkaufprogramm über 11,2 Milliarden Kronen fort.

    Novo Nordisk
    Novo Nordisk treibt Aktienrückkäufe, KI-Forschung und den Patentschutz parallel voran. (Archivbild) - keystone

    Die Novo-Nordisk-Aktie hat sich zuletzt etwas erholt, liegt aber weiterhin deutlich unter ihrem Jahreshoch. Laut der «Trading-Treff» kaufte der Konzern bis zum 14. August insgesamt 28'884'179 B-Aktien zurück.

    Der durchschnittliche Rückkaufkurs lag bei 279,80 dänischen Kronen je Aktie. Der Gegenwert der bisher erworbenen Aktien belief sich damit auf rund 8,08 Milliarden Kronen.

    Das im Mai gestartete Programm läuft bis zum 1. Februar 2027 und umfasst insgesamt bis zu 11,2 Milliarden Kronen. Insgesamt hält Novo Nordisk inzwischen 42'924'876 eigene B-Aktien, entsprechend einem Anteil von einem Prozent.

    Aktie von Novo Nordisk bleibt unter dem Jahreshoch

    Am Freitag schloss die Novo-Nordisk-Aktie bei 39,98 Euro. Damit lag sie 27 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 54,86 Euro.

    Auf Jahressicht stand zuletzt ein Minus von 9,2 Prozent zu Buche. Über zwölf Monate betrachtet belief sich der Rückgang auf 18 Prozent.

    Würdest du die Novo Nordisk Aktie derzeit kaufen?

    Die Geschäftsentwicklung liefert derweil unterschiedliche Signale. «Morningstar» zufolge übertraf das bereinigte Betriebsergebnis im zweiten Quartal die Erwartungen und stieg bei konstanten Wechselkursen um elf Prozent.

    Wettbewerb und Pipeline im Fokus

    Gleichzeitig blieb der Umsatz der neu eingeführten Wegovy-Tablette hinter den hohen Erwartungen zurück. «Morningstar» führt dies unter anderem auf niedrigere Preise trotz hoher Nachfrage zurück.

    Morningstar senkte im August den Fair Value der Aktie von 311 auf 285 dänische Kronen. Als Gründe nannte die Analyse niedrigere Erwartungen an die langfristige Bruttomarge und die Umsatzentwicklung von CagriSema.

    Analystin Karen Andersen bezeichnete 2026 laut «Morningstar» als «Tiefpunkt» für Novo Nordisk. Zugleich könnten niedrigere Preise zusätzliche Nachfrage erschliessen und die weitere Pipeline langfristiges Wachstum unterstützen.

    Novo Nordisk baut KI-Forschung aus und verteidigt Patente

    Auch die Forschung wird weiter ausgebaut. Wie die «Börse Express» berichtet, planen Novo Nordisk und Amazon Web Services einen Co-Innovation-Hub in London für KI-gestützte Wirkstoffforschung.

    Parallel untersucht die Studie OASIS-5 niedrigere Erhaltungsdosen der Wegovy-Pille. Die bis 2028 laufende Untersuchung soll die niedrigste noch ausreichend wirksame Dosis bestimmen.

    Novo Nordisk
    Novo Nordisk setzt trotz des Kursdrucks weiterhin auf Aktienrückkäufe, Forschung und den Ausbau seiner Medikamentenpipeline. (Archivbild) - keystone

    Auch beim Patentschutz geht Novo Nordisk gegen Nachahmerprodukte vor. Die «Trading-Treff» berichtet über eine einstweilige Verfügung eines niederländischen Gerichts gegen Ceban wegen eines Semaglutid-Nasensprays.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Novo Nordisk
    1 Interaktionen
    Pharma
    Novo Nordisk
    2 Interaktionen
    Hohe Verschreibungen
    Ozempic Übergewicht Engpass
    5 Interaktionen
    Bagsvaerd

    MEHR IN NEWS

    sdad
    5 Interaktionen
    Mega-Umbau kommt
    Wien
    3 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS DäNEMARK

    4 Interaktionen
    Kopenhagen
    zoll
    20 Interaktionen
    Kopenhagen
    Archiv
    397 Interaktionen
    Dänemark
    Telegram spionage russland
    32 Interaktionen
    Warnung