New Yorker Börse verbannt chinesische Telekom-Firmen doch nicht

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    Die New Yorker Börse hat ihre Pläne aufgegeben, drei chinesische Telekommunikationsunternehmen nicht mehr zu listen.

    Die New Yorker Börse
    Die New Yorker Börse - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Frühere Pläne nach Konsultationen mit Behörden aufgegeben.

    Die Entscheidung, China Telecom, China Mobile und China Unicom doch weiter für den Börsenhandel zuzulassen, sei nach Konsultationen mit den Regulierungsbehörden erfolgt, teilte die New York Stock Exchange (NYSE) am Montag mit.

    Näher begründete die Börse die Entscheidung nicht. Die Regierung in Peking hatte die Pläne zum Entzug der Börsennotierung der chinesischen Firmen scharf kritisiert und mit Gegenmassnahmen gedroht.

    Die Aktien der drei Unternehmen schossen nach der NYSE-Mitteilung nach oben. In Hongkong legte China Unicom am Dienstagmorgen um mehr als acht Prozent zu sowie China Mobile and China Telecom um jeweils mehr als sechs Prozent.

    Die NYSE hatte erst Ende vergangener Woche angekündigt, die Notierung der drei chinesischen Unternehmen beenden zu wollen. Sie hatte dies mit einer Verordnung der scheidenden Regierung von US-Präsident Donald Trump vom November begründet, durch die Investitionen in Firmen mit Verbindungen zum chinesischen Militär und Sicherheitsapparat verboten werden. Die Verordnung soll am 11. Januar in Kraft treten.

    Die chinesische Führung nutze US-Kapital, um das Militär und den Sicherheitsapparat auszubauen und zu modernisieren, heisst es in dem Dekret. Privatunternehmen würden von Peking «gezwungen», Militär und Geheimdienste zu unterstützen. Diese Unternehmen besorgten sich Geld an den internationalen Kapitalmärkten, und das auch von US-Investoren. Trumps Sicherheitsberater Robert O'Brien erklärte im November, viele US-Investoren investierten unwissentlich in solche Unternehmen.

    Unter Trump waren die Beziehungen zwischen den USA und China durch starke Spannungen geprägt. Nach seiner Wahlniederlage am 3. November wird der Republikaner am 20. Januar von dem Demokraten Joe Biden im Weissen Haus abgelöst.

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