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    Morgan Stanley schluckt Broker E*Trade für 13 Milliarden Dollar

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    Deutschland,

    Die amerikanische Grossbank Morgan Stanley hat den Broker E*Trade gekauft. Damit will sie unter anderem einen direkteren Zugang zu Privatkunden.

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    Morgan Stanley hat den Online Broker E*Trade gekauft. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Morgan Stanley hat den Broker E*Trade für 13 Milliarden Dollar aufgekauft.
    • Die Grossbank will so Nähe zu Privatkunden und Sicherheit im Investmentbanking schaffen.
    • E*Trade ist eine der grössten Online-Broker der USA

    Morgan Stanley stemmt den grössten Zukauf einer amerikanischen Bank seit der Finanzkrise. Für 13 Milliarden Dollar übernimmt die Grossbank den Billig-Broker E*Trade und baut den Online-Handel mit Wertpapieren kräftig aus. Dies teilte Morgan Stanley am Donnerstag mit. Zusammen verwalten die Unternehmen 3,1 Billionen Dollar an Kundengeldern und zählen 8,2 Millionen Privatkunden.

    E*Trade ist einer der grössten Online-Broker der USA, spürt jedoch den gnadenlosen Preiskampf in der Branche. Der Branchenprimus Charles Schwab verzichtet seit Anfang Oktober auf Gebühren für den Onlinehandel mit US-Aktien, ETFs und Optionen. Die Konkurrenz musste notgedrungen nachziehen.

    Kauf war für Morgan Stanley dringend nötig

    Gleichzeitig müssen sie hohe Summen investieren, um technologisch auf der Höhe zu bleiben. Der Wettbewerber TD Ameritrade, einer der grössten US-Wertpapierhändler, flüchtete Ende November in die Arme von Charles Schwab. Diese übernahmen der den Broker für 26 Milliarden Dollar. Gemeinsam bedienen sie 24 Millionen Kunden und erzielten zuletzt Gewinne von rund sieben Milliarden Dollar.

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    Charles Schwab kaufte Anfangs Jahr den Wertpapierhändler TD Ameritrade auf. Ob dies zum Kauf von E*Trade durch Morgan Stanley führte? - Keystone

    E*Trade zählt mehr als 5,2 Millionen Kunden und verwaltet mehr als 360 Milliarden Dollar an Kundengeldern. Durch den Zukauf erschliesse sich Morgan Stanley einen besseren Zugang zu Privatkunden und könne die Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen Investmentbanking reduzieren. So begründete die Bank den Zukauf.

    Kauf wird in Aktien verlaufen

    Zudem erwarte sie erhebliche Synergien. Sodass nach der Integration von E*Trade die Rendite (Rote) um einen vollen Prozentpunkt steigen werde.

    Den Kaufpreis will das New Yorker Geldhaus vollständig in Aktien zahlen. Die E*Trade-Anteilseigner sollen für jede ihrer Aktien 1,0432 Morgan-Stanley-Papiere erhalten. Gemessen am Morgan-Stanley-Schlusskurs vom Mittwoch entspreche diese einem Preis von 58,74 Dollar je E*Trade-Aktie. Ein Aufschlag von fast einem Drittel.

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