Microsoft

    Microsoft befürwortet Abgaben für Suchmaschinen an Nachrichtenmedien

    AFP
    AFP

    USA,

    Der US-Softwareriese Microsoft befürwortet im Streit um ein geplantes australisches Online-Mediengesetz verpflichtende Zahlungen von Suchmaschinenbetreibern an Medienunternehmen.

    Microsoft
    Unter anderem soll China hinter einem Angriff auf Microsoft stecken. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Konzernchef Smith unterstützt Vorhaben auch in der EU.

    Microsoft unterstütze ähnliche Gesetze auch in den USA und Kanada, der EU und anderen Ländern, schrieb Microsoft-Chef Brad Smith in einem Blog-Eintrag am Donnerstag. Smith begründete die Entscheidung auch unter Verweis auf den Angriff auf das US-Kapitol durch militante Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump Anfang Januar.

    «Während die Vereinigten Staaten eine Bilanz der Ereignisse des 6. Januar ziehen, ist es Zeit, den Blick zu weiten», schrieb Smith. «Letzten Endes ist die Frage, welchen Werten der Technologiesektor und unabhängiger Journalismus dienen sollen.» Internetplattformen sollten nun unabhängige Medien stärken, forderte der Microsoft-Chef. Es gehe dabei um das «Herz unserer demokratischen Freiheiten».

    Australien plant eine strenge Regulierung des digitalen Nachrichtenmarktes und will Google und das Online-Netzwerk Facebook dazu zwingen, australischen Medienhäusern Nutzungsgebühren für die Verbreitung von deren journalistischen Inhalten zu zahlen. Ein entsprechender Gesetzentwurf sieht bei Verstössen Geldbussen in Millionenhöhe vor. Auf diese Weise soll ein Teil der Werbeeinnahmen der US-Online-Riesen an die klassischen Medien weitergereicht werden. Google drohte deshalb mit der Abschaltung seiner Suchmaschine in Australien. Auch Facebook bezeichnete das geplante Gesetz als nicht praktikabel.

    Die australische Initiative wird von Regierungen weltweit aufmerksam verfolgt. Wie in vielen Ländern der Welt haben Google und Facebook auch in Australien den Nachrichtenmarkt massiv verändert. Aufgrund rückläufiger Einnahmen insbesondere aus Werbung strichen australische Medienhäuser zahlreiche Stellen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    herisa
    335 Interaktionen
    Gefahr
    Granit Xhaka
    320 Interaktionen
    Wende

    MEHR IN NEWS

    Schweizer Pass
    9 Interaktionen
    Ranking
    baby
    Unterschiede

    MEHR MICROSOFT

    Microsoft Outlook Störung
    3 Interaktionen
    Vorfall
    Microsoft-Aktie
    2 Interaktionen
    KI-Wachstum
    microsoft
    2 Interaktionen
    Um 43 Prozent
    Redmond

    MEHR AUS USA

    1 Interaktionen
    New York
    macron
    1 Interaktionen
    New York