Metall-Rekordjagd gestoppt - Gold, Silber, Kupfer unter Druck

Keystone-SDA
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Grossbritannien,

An der Börse sind die Preise für Metalle seit Wochen im Höhenflug – am Donnerstag kam es aber zu heftigen Kursbewegungen bei Notierungen für Gold, Silber und auch Kupfer. Kaum wurden für die wichtigen Metalle Rekordpreise gezahlt, setzte am Abend eine deutliche Gegenbewegung ein.

Goldbarren in unterschiedlicher Grösse liegen bei einem Goldhändler in einem Tresor. (Archivbild)
Goldbarren in unterschiedlicher Grösse liegen bei einem Goldhändler in einem Tresor. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/SVEN HOPPE

An der Metallbörse in London wurde Gold zunächst zu einem Rekordpreis von 5.595 US-Dollar je Feinunze gehandelt. Seit Mitte Januar zog der Kurs um etwas mehr als 20 Prozent an. Als starker Preistreiber gilt die Flucht in sichere Anlagen wegen zunehmender geopolitischer Risiken.

US-Aussenminister Marco Rubio hatte dem Iran mit einem militärischen Präventivschlag gedroht, falls die Führung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plane. An Finanzmärkten schürt das Sorgen vor einem Übergreifen der politischen Risiken auf die gesamte Region am Persischen Golf.

Am Nachmittag setzten Gewinnmitnahmen ein, wie es von Marktbeobachtern hiess. Ausgehend von Kursverlusten an der New Yorker Börse haben sich nach Einschätzung der Analystin Christine Romar vom Handelshaus CMC Markets spekulative Anleger im grossen Stil von Gold-Anlagen getrennt. Der Goldpreis rutschte in kurzer Zeit um etwa 300 Dollar ab und wurde zuletzt nur noch bei 5.260 Dollar gehandelt.

Eine ähnliche Kursentwicklung zeigte sich beim Silber. Kaum wurde ein Rekordpreis von 121,65 Dollar je Unze gezahlt, setzte eine kräftige Gegenbewegung ein. Die Notierung brach ebenfalls in kurzer Zeit ein und wurde zuletzt deutlich niedriger bei nur noch 112,14 Dollar gehandelt.

Silber war in den vergangenen Wochen und Monaten noch stärker gefragt als Gold. 2025 war der Preis für Silber um knapp 150 Prozent gestiegen.

Edelmetalle – allen voran Gold – gelten bei vielen Investoren als «sichere Häfen» in Krisenzeiten. In den vergangenen Wochen haben zahlreiche geopolitische Risiken wie der US-Angriff auf Venezuela, die Grönland-Krise oder die angespannte Lage im Iran die Anleger verunsichert.

Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird. Neben der Flucht in sichere Anlagen gilt daher auch eine stärkere Nachfrage im Zuge einer stärkeren konjunkturellen Entwicklung als Preistreiber.

Neben den Edelmetallen gab es im Handelsverlauf auch ein Rekordhoch bei Kupfer, das an der Metallbörse in London zeitweise bei 14.400 Dollar je Tonne gehandelt wurde. Hier folgte auf den stärksten Preissprung seit 2009 von etwa 10 Prozent ebenfalls eine deutliche Gegenbewegung.

Seit etwa einem halben Jahr geht es mit dem Kupferpreis nach oben, wobei der Anstieg seit Dezember kräftig an Tempo gewonnen hat. Am Markt wurde auf die US-Wirtschaft verwiesen, die zuletzt überraschend stark gewachsen war. Jüngste Konjunkturdaten deuten auf eine weiter robuste US-Wirtschaft hin, was auch einen höheren Verbrauch von Industriemetallen zur Folge hat.

Ausserdem wird mit einer wachsenden Nachfrage nach Kupfer für Rechenzentren und für den Ausbau der Alternativen Energien gerechnet. Generell wird Kupfer vor allem in der Elektrotechnik, in der Bauwirtschaft und im Maschinenbau gebraucht.

Kommentare

User #5654 (nicht angemeldet)

Schade, jetzt habe ich mir schon Betäubungsmittel und eine Zange gekauft um meine Rente aufzubessern. Auch dieser Plan misslungen. Wahrscheinlich bleibt mir doch nichts anderes übrig, als auszufliegen. Um auszwandern bin ich zuwenig grün.

User #4301 (nicht angemeldet)

Klar, die Banken die die Edelmetalle geshortet haben wollen, dass wir alle verkaufen. Die Industrie bekommt aber nicht genug Silber und deshalb will man uns Angst einjagen. Silber wird benötigt, sonst gibt keine Solarpanels, eAutos oder Computerchips.

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