Merck KGaA und das Baylor College of Medicine geben eine Kooperation bekannt. Sie wollen gemeinsam die Herstellung von Corona-Impfstoffen beschleunigen.
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Der Schriftzug des Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA steht vor dem Innovationszentrum des Unternehmens. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Merck KGaA und das Baylor College of Medicine geben eine Kooperation bekannt.
  • Gemeinsam wollen sie im Kampf gegen Covid-19 eine Herstellungsplattform weiterentwickeln.
  • Diese soll den Übergang zu klinischen Phase-1-Studien für Impfstoffe beschleunigen.

Merck KGaA und das Baylor College of Medicine haben heute eine Erweiterung ihrer laufenden Kooperation bekannt gegeben. Merck KGaA ist ein Wissenschafts- und Technologieunternehmen. Das Baylor College of Medicine ist in Houston, Texas, ansässig.

Gemeinsam wollen sie eine Herstellungsplattform weiterentwickeln, um den Übergang zu klinischen Phase-I-Studien zu beschleunigen und zur Bekämpfung von Covid-19 beizutragen.

«Die Impfstoffherstellung ist äusserst kompliziert. Daher arbeiten wir gemeinsam an einem Prozessentwicklungsansatz. Dies für die schnellere Produktion von Baylors Covid-19-Impfstoffkandidaten.» Dies sagte Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck KGaA und CEO Life Science.

Merck KGaA: Es gibt keine Vorlagen

«Um diese Pandemie bekämpfen zu können, muss innerhalb kürzester Zeit Impfstoff in bislang ungekanntem Ausmass produziert werden. Um dies zu schaffen, müssen so viele Ansätze wie möglich verfolgt werden.»

Aufgrund der Komplexität und Vielfalt der Impfstoffmodalitäten gibt es keine Standardvorlagen oder -prozesse für die Fertigung. Daher ist die Produktion eine Herausforderung. Dies für alle Unternehmen, die sich an der schnellstmöglichen Entwicklung eines sicheren und wirksamen Covid-19-Impfstoffs beteiligen.

Auf der Grundlage wichtiger Erkenntnisse aus einer laufenden Kooperation optimiert Merck KGaA die Produktionsprozesse. Dies gemeinsam mit Forschern des Baylor College of Medicine und des Texas Children's Hospital Center for Vaccine Development .

Dies, um zwei Covid-19-Impfstoffkandidaten voranzubringen. Darunter den CoV-Impfstoffkandidaten RBD219-N1. Dieser soll noch in diesem Jahr in die Phase der klinischen Prüfung eintreten.

Ziel: Impfsoffe schneller herstellen

Merck KGaA wird dazu beitragen, die Produzierbarkeit im grosstechnischen Massstab zu beschleunigen. Schwerpunkte der Kooperation werden die Optimierung von Effizienz, Ausbeute, Robustheit, Skalierbarkeit und Kosten der Produktion sein.

«Unsere bestehende Kooperation mit Merck KGaA schaffte den entscheidenden Rahmen. Dies, um unser Portfolio an Impfstoffen für vernachlässigte tropische Krankheiten schnell zu validieren. Und auch, um die Produktion für den globalen Zugang vorzubereiten», sagte Dr. Peter Hotez, vom Baylor College of Medicine.

Hotez ist auch Kodirektor des Texas Children's Hospital Center for Vaccine Development. Dies zusammen mit Dr. Maria Elena Bottazzi.