Markt für Heimelektronik wächst nach zwei Jahren wieder
Die Umsätze im Bereich der Heimelektronik sind im Jahr 2025 leicht gestiegen. Nach zwei rückläufigen Jahren setzte damit eine leichte Erholung ein, die sich gemäss Marktforschern 2026 fortsetzen dürfte.

Schweizer Händler für Heimelektronik haben 2025 5,3 Milliarden Franken umgesetzt, was einem Plus von 1,6 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Nach zwei Verlustjahren 2024 (-4,4 Prozent) und 2023 (-3,1 Prozent) ist dies die erste Erholung seit den Corona-Jahren, wie das Marktforschungsunternehmen NielsenIQ am Donnerstag mitteilte.
Das Wachstum fand vor allem im zweiten Halbjahr statt. Ab September sei die Nachfrage nach neuen Computern aufgrund des Endes des Windows-10-Supports markant angestiegen. Auch Innovationen im Bereich Elektrohaushalt – etwa bei Saugrobotern, Air Fryern oder Siebträger-Kaffeemaschinen – sorgten für Wachstumsimpulse.
Der Onlinehandel legte 2025 weiter zu und erreichte im Bereich Heimelektronik einen Umsatzanteil von rund 57 Prozent. Während grosse Handelsketten deutlich sinkende Besucherfrequenzen verzeichneten, hielten sich spezialisierte Fachhändler besser. Dies deutet auf die wachsende Bedeutung von Beratung und Service neben dem Preis hin.
Auch für das kommende Jahr prognostizieren die Marktforscher ein moderates Wachstum. Einen Impuls dürfte die bevorstehende Abschaffung des Eigenmietwerts liefern, da es sich für Eigenheimbesitzer steuerlich lohnt, bald in Modernisierungen und Ersatzanschaffungen bei Haushaltsgrossgeräten wie Küchengeräten oder Waschmaschinen zu investieren.
Premiumprodukte dürften auch 2026 gefragt bleiben, gleichzeitig bleibt die Preissensibilität hoch. Die gezielte Steuerung von Promotionen gewinnt für Handel und Industrie weiter an Bedeutung.






