Kraftwerke Oberhasli bauen neues Pumpspeicherwerk für 300 Millionen

Keystone-SDA Regional
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Uri,

Die Kraftwerke Oberhasli investieren rund 300 Millionen Franken in ein neues Pumpspeicherwerk. Die Anlage mit dem Namen Grimsel 4 soll vollständig unterirdisch zwischen dem Grimselsee und dem Räterichsbodensee entstehen.

Zwischen dem Grimselsee und dem Räterichsbodensee entsteht ein neues Pumpspeicherwerk. (Symbolbild)
Zwischen dem Grimselsee und dem Räterichsbodensee entsteht ein neues Pumpspeicherwerk. (Symbolbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Das Werk ziele darauf ab, den Betrieb der gesamten Anlage flexibler zu gestalten und den Wasserhaushalt zwischen den beiden Speicherseen zu vergrössern, teilte die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) mit. Der Verwaltungsrat hat am Freitag den entsprechenden Investitionsentscheid gefällt.

Konzession und Baubewilligung liegen bereits vor, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Die Bauarbeiten beginnen demnach im Juni 2026 und dauern voraussichtlich bis Februar 2032. Alle neuen Anlagenteile werden unterirdisch erstellt und an das bestehende Kraftwerkssystem angebunden. Mit dem Ausbruch der Kraftwerkszentrale im Felsinnern wird Anfang 2028 begonnen.

Das Kraftwerk soll mit zwei Pumpturbinen mit einer Leistung von je 84 Megawatt ausgestattet werden. Diese können sowohl Wasser zur Stromproduktion nutzen als auch pumpen. Damit kann die KWO laut Mitteilung schnell auf Schwankungen im Stromnetz reagieren und Regelenergie produzieren, was der Netzstabilität dient.

Der bernische Grosse Rat hat in der Frühlingssession eine sogenannte Amortisationsvereinbarung für das Vorhaben genehmigt. Sie wurde abgeschlossen, weil sich die Investition in Grimsel 4 für die KWO nur rechnet, wenn sie das Kraftwerk über rund 46 Jahre abschreiben können. Die aktuelle Gesamtkonzession der KWO läuft aber schon 2042 aus. Falls der Kanton das Kraftwerk vorzeitig übernimmt, muss er der KWO den noch nicht abgeschriebenen Teil bezahlen.

Die Kraftwerke Oberhasli sind zur Hälfte im Besitz des bernischen Energiekonzerns BKW. Dem Stadtberner Unternehmen Energie Wasser Bern (EWB) sowie den Elektrizitätswerken von Zürich und Basel gehören jeweils 16,7 Prozent. Vor dem Hintergrund der auslaufenden Wassernutzungskonzessionen könnten sich die Besitzverhältnisse allerdings ändern.

Kommentare

User #5576 (nicht angemeldet)

Und die Linksgrünen tolerieren dieses Vorhaben?! Oder wurden die ausbezahlt oder mundtot gemacht?

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