Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) hat ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandprodukt (BIP) im laufenden Jahr deutlich angehoben.
Hafen Basel
Container werden am Contargo Container-Terminal, dem grössten Container-Kran der Schweiz, im Hafenbecken 2 am Port of Switzerland – Schweizerische Rheinhäfen umgeschlagen, fotografiert am 10. Juli 2020 am Hafen in Basel-Kleinhüningen. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die KOF hat das Wachstum des Bruttoinlandprodukts für 2021 von 3,0 auf 4,0 % angehoben.
  • Für das Jahr 2022 geht die KOF dann von einem Wachstum von 2,8 Prozent aus.

Die Schweizer Wirtschaft dürfte sich im laufenden Jahr rascher erholen als bislang erwartet. Davon geht die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) aus. Sie hat ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandprodukt (BIP) im laufenden Jahr 2021 deutlich angehoben auf 4,0 von 3,0 Prozent, wie sie am Dienstag mitteilte.

Schon im März hatte das Institut die Vorhersage erhöht - damals auf 3,0 von 2,1 Prozent. Der Aufschwung sei da – früher und stärker als bislang erwartet, meinen die Ökonomen der Hochschule. Sie gehen davon aus, dass das Vorkrisenniveau bereits im laufenden zweiten Quartal überschritten wird.

KOF rechnet für 2022 mit Wachstum von 2,8 Prozent

Für das Jahr 2022 geht die KOF dann von einem Wachstum von 2,8 Prozent aus. Dies sei zwar etwas weniger als im laufenden Jahr, aber noch immer ein überdurchschnittlicher Wert, wird betont.

Somit werde die Schweizer Wirtschaft im Verlauf des nächsten Jahres fast wieder auf jenen Wachstumspfad zurückkehren, der vor Eintreten der Corona-Krise erwartet wurde. Der langfristige Wertschöpfungsverlust durch die Pandemie würde dann laut den KOF-Ökonomen gering ausfallen und bliebe auf einige besonders von der Pandemie betroffene Branchen beschränkt.

Voraussetzung für das Eintreffen der Prognosen sei allerdings, dass dank der Impfkampagnen die verbliebenen Corona-Einschränkungen in den nächsten Monaten schrittweise aufgehoben werden könnten, heisst es. Allfällige Virusmutationen blieben somit ein Risiko für die Vorhersage.

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