Die 24 Schweizer Kantonalbanken haben sich im ersten Semester 2021 in einem herausfordernden Umfeld wacker geschlagen. Insgesamt verdienten sie mehr als im Vorjahreszeitraum.
Die Kantonalbanken sind im vergangenen Jahr im Hypothekarmarkt stark gewachsen - so hat etwa die Luzerner Kantonalbank (Bild) ihr Hypothekenvolumen um 8 Prozent erhöht. (Archivbild)
Die Kantonalbanken sind im vergangenen Jahr im Hypothekarmarkt stark gewachsen - so hat etwa die Luzerner Kantonalbank (Bild) ihr Hypothekenvolumen um 8 Prozent erhöht. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Das Wichtigste in Kürze

  • Sie steigerten den Geschäftsertrag um 4,3 Prozent auf rund 4,8 Milliarden Franken, wie der Verband Schweizerischer Kantonalbanken am Dienstag mitteilte.

Davon entfielen 2,8 Milliarden auf das Zinsgeschäft. Der für die Kantonalbanken wichtigste wuchs mit 1,1 Prozent. Wie der Verband hervorhebt, konnte das Zinsgeschäft somit trotz des anhaltenden Tiefzinsumfeldes stabil gehalten werden.

Den Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft beziffert der Verband auf 1,3 Milliarden Franken, was einem Anstieg von 11,7 Prozent entspricht. Dieses signifikante Wachstum spiegle die grösseren Volumen in der Vermögensverwaltung und den positiven Börsengang im ersten Halbjahr wider.

Dem Geschäftsertrag standen Kosten von insgesamt 2,5 Milliarden Franken gegenüber (+1,5%). Dabei nahmen sowohl die Personal- als auch die Sachkosten zu.

Aus der operativen Tätigkeit resultierte nach Abzug der Wertberichtigungen ein Geschäftserfolg von 2 Milliarden Franken (+11,2%). Der kumulierte Perioden- bzw. Reingewinn kam bei 1,7 Milliarden Franken zu liegen, was ein Plus von 3,8 Prozent bedeutet.

Dass die Kantonalbanken Kunden mit ihrem Angebot überzeugen konnten, zeigt sich beim Zufluss an Kundengeldern. Dieser lag mit 14,3 Milliarden Franken um 3,4 Prozent über dem Vorjahreswert, teilte der Verband weiter mit.

Auch ihr Kerngeschäft Hypotheken haben die Staatsinstitute weiter ausgebaut. So habe der Bestand der Hypothekarforderungen dank der ungebrochenen Nachfrage nach Wohneigentum seit Anfang Jahr um 2,4 Prozent auf 428,5 Milliarden Franken zugenommen.

Insgesamt stiegen die Kundenausleihungen um 12,2 Milliarden oder 2,6 Prozent auf 482,8 Milliarden Franken. Damit habe sich auch die Deckung der Kundenausleihungen durch Kundengelder leicht erhöht. Diese betrage nun 90 Prozent.

Die kumulierte Bilanzsumme der 24 Kantonalbanken lag per 30. Juni 2021 bei 739,8 Milliarden Franken und damit um 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert.

Vorausgesetzt, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzt, ist der finanzielle Ausblick für das zweite Halbjahr laut Verband positiv. Die Kantonalbanken erwarten einen soliden Geschäftsgang und ein Ergebnis im Rahmen des ersten Semesters.

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