Grand Casino Luzern hält Dividende trotz tieferem Gewinn stabil
Die Kursaal-Casino AG Luzern hat im Geschäftsjahr 2025 trotz rückläufiger Spielerträge einen Gewinn erzielt. Belastet wurde das Geschäft von einer Abkühlung im Online-Casino-Markt sowie tieferen Ausgaben der Gäste im traditionellen Casino, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Bruttospielertrag des Online-Casinos «mycasino», laut eigenen Angaben die Nummer 1 in der Schweiz, sank erstmals seit dem Start 2019 leicht um 3,1 Prozent auf 95,4 Millionen Franken. Das stationäre Grand Casino Luzern verzeichnete zwar mit 160'661 Gästen etwas mehr Besucher als im Vorjahr, der Bruttospielertrag fiel jedoch wegen tieferer Ausgaben pro Gast auf 25,2 Millionen Franken nach 26,2 Millionen im Vorjahr.
Insgesamt erwirtschaftete die Gruppe ein Betriebsergebnis (EBITDA) von 3,8 Millionen Franken nach 4,3 Millionen im Vorjahr. Das Konzernergebnis ging leicht auf 0,4 Millionen Franken zurück. Der Jahresgewinn der Kursaal-Casino AG Luzern sank auf 0,3 Millionen Franken nach 1,0 Millionen im Vorjahr.
Das Unternehmen begründete die Entwicklung mit veränderten Freizeitgewohnheiten seit der Pandemie. Rund um die Uhr verfügbare Online-Angebote verdrängten klassische Casino-Angebote zunehmend. Nach mehreren Boomjahren zeichne sich nun aber auch im Online-Markt eine Konsolidierung ab, hiess es.
Die Gruppe reagierte laut Mitteilung mit einem Effizienzprogramm. Prozesse seien vereinfacht, Kosten gesenkt und der Personalbestand um 6,2 Prozent auf noch 181 Vollzeitstellen gesenkt worden. Dadurch habe ein positiver Jahresabschluss erreicht werden können.
Für die kommenden Jahre setzt die Gruppe auf den weiteren Ausbau des Online-Angebots, den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sowie die Modernisierung des Casinos in Luzern. Der Umbau des Grand-Jeu-Bereichs soll voraussichtlich 2027 starten.






