Glencore im ersten Halbjahr mit Umsatz- und Ergebnissprung
Der Bergbau- und Rohstoffkonzern Glencore hat in der ersten Jahreshälfte 2026 kräftig zugelegt und damit wieder klar schwarze Zahlen geschrieben. Zudem plant das Unternehmen eine Zweitkotierung in Australien.

Der Umsatz kletterte um fast 50 Prozent auf 174,4 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Mittwoch bekanntgab. Der bereinigte operative Gewinn (adjustierter EBITDA) legte nochmals stärker um 86 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar zu und der adjustierte EBIT wurde auf 6,7 Milliarden von 1,8 Milliarden im Vorjahr mehr als verdreifacht.
Unter dem Strich verblieb nach zwei ersten Semestern in Folge mit Verlusten nun wieder ein hoher Gewinn von 4,4 Milliarden Dollar (Vj -655 Mio). Das erste Halbjahr sei geprägt gewesen von Preisanpassungen für Energie im Zusammenhang mit der Eskalation im Nahost-Konflikt, wird CEO Gary Nagle in der Mitteilung zitiert.
Ausblick und Zweitkotierung
Für den Marketing-EBIT hatte das Management bereits in der Vorwoche mit dem Produktionsbericht einen Wert von 3,3 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt und diesen nun bestätigt. Zudem waren die Produktionsziele für 2026 bestätigt worden.
Für das Gesamtjahr sei Glencore nun gut positioniert, um für das Marketing-EBIT das obere Ende der langfristigen Spanne von 2,3 bis 3,5 Milliarden zu übertreffen. Ausserdem sei man sei auf Kurs, um das angestrebte Kupfer-Produktionsvolumen von etwa 1 Million Tonnen bis Ende 2028 und etwa 1,6 Millionen Tonnen bis 2035 zu erreichen.
Zudem ist eine Zweitkotierung an der australischen Börse ASX geplant im kommenden Oktober. «Eine solche bietet eine Reihe von überzeugenden strategischen Vorteilen», sagte Nagle. So biete der Markt Zugang zu einer erfahrenen Investorenbasis mit einer ausgewiesenen Expertise im Rohstoffsektor. Und sie stärke die Präsenz in einem der wichtigsten Märkte für Glencore und erhöhe die finanziell Flexibilität.










