Gesichtserkennung für den Alkohol-Verkauf

    Michael Bolzli
    Michael Bolzli

    Zürich,

    Migrolino plant Mini-Filialen, die 24 Stunden offen haben. Da nachts niemand arbeitet, überprüft die Migros-Tochter Gesichtserkennung für den Alk-Verkauf.

    Gesichtserkennung
    «Nicht als Ersatz für menschliche Kreativität, sondern als strategisches Werkzeug zur Ideenfindung, Trendverkostung und Marktanpassung». sagt Sprecher Marco Fallico. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Migrolino plant Filialen, die rund um die Uhr geöffnet sind.
    • Um den Jugendschutz zu gewährleisten, könnte Gesichtserkennung eingesetzt werden.
    • Als Alternative wird eine Smartphone-App geprüft.

    Migrolino will Mini-Filialen eröffnen, die nachts autonom funktionieren sollen. Wie das ganze konkret aussehen wird, liess die Migros-Tochter im Frühjahr noch offen.

    In Bahnhöfen und an Tankstellen sind die Mini-Shops geplant, bestätigt Migrolino-Chef Markus Laenzlinger jetzt der «Lebensmittelzeitung». Eine Knacknuss dabei dürfte der Jugendschutz sein.

    «Das Thema Altersfreigabe für Tabak und Alkohol müssen wir dabei im Griff haben», so Laenzlinger. «Kein Kunde, der unter 18 Jahre alt ist, darf diese Produkte einkaufen können.» Er sieht als mögliche Lösung die Gesichtserkennung beim Betreten der Filiale.

    Migrolino Royal Dutch Shell
    Migrolino hat 2019 den Umsatz deutlich gesteigert. Nun will die Ladenkette ihre Zusammenarbeit mit Royal Dutch Shell ausbauen. - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    Wie das genau technisch funktionieren soll, verrät der Migrolino-Chef nicht. Als Alternative wird eine Handy-App geprüft. Diese Technologie wurde bereits beim kassiererlosen Laden am HB Zürich getestet.

    Damals erklärte Valora-Chef Michael Müller, dass auch eine Gesichtserkennung geplant sei. Gegenüber «ch-media» ergänzte der Konzernchef, dass man keine Gesichter ohne die Einwilligung der Kunden analysieren werde.

    Filialen ohne Kassen gibt es mit Amazon Go in den USA bereits. Gesichtserkennung kommt hier nicht zum Einsatz, allerdings ist der Laden komplett videoüberwacht.

    Gesichterkennung
    Ein Kunde des Amazon Go scaant seine Amazon Go-App. - Keystone

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